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Junior Researcher im Bereich Computational Social Science / digitale  Rechtsextremismusforschung (m/w/d)

Junior Researcher im Bereich Computational Social Science / digitale Rechtsextremismusforschung (m/w/d)

Am Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI) ist vorbehaltlich der Bewilligung der Drittmittel in dem Projekt „Datenportal Rassismus- und Rechtsextremismusforschung“ ab dem 01. Oktober 2022 für den Zeitraum von einem Jahr folgende Stelle zu besetzen:
 
Junior Researcher im Bereich Computational Social Science / digitale
Rechtsextremismusforschung (m/w/d) (Entgeltgruppe 13 TV-L, 75%)


Anstellung, Vergütung und Sozialleistungen basieren auf dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 29,25 Stunden (75 % von 39 Wochenstunden). Die Stelle ist aufgrund der Laufzeit des Projekts auf 12 Monate befristet.

Immer wieder konnten in den letzten Jahren rechtspopulistische und -extremistische Kräfte wichtige politische Erfolge erzielen. Regelmäßig wird dabei diskutiert, welche Rolle digitale Medien beim Aufstieg dieser Akteur*innen und Parteien spielen. Gleichsam zu der wachsenden Prominenz der Themenstellung des digitalen Rechtsextremismus hat auch das Forschungsinteresse an diesem Bereich erheblich zugenommen. Die massive sowie fluide, sich schnell wandelnde Präsenz (extrem) rechter Bewegungen im digitalen Raum stellt die systematische Erforschung des Feldes vor einen erheblichen Ressourcenaufwand.
 
Das (Social) Media Observatory (SMO) des HBI versucht diese Herausforderung im Rahmen des BMBF-Verbundprojekt „Datenportal für die Rassismus- und Rechtsextremismusforschung“ (DP-R|EX) in Zusammenarbeit mit GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften zu adressieren. Im Zuge des genannten Verbundprojekts erfolgt am HBI die konzeptionelle und technische Entwicklung der „Treuhandstelle für Verzeichnisse rechtsextremer Akteur*innen und Netzwerke“ (VrAN). Das Ziel von VrAN ist es, den Austausch von Akteur*innenlisten über die Grenzen einzelner Forschungsprojekte hinweg zu ermöglichen, um so redundante Arbeitsschritte in der Datenerhebung zu vermeiden und einen aktuellen Überblick über die dynamischen Strukturen des (digitalen) Rechtsextremismus zu ermöglichen. Da etablierte Kooperationsansätze zur Datenweitergabe zwischen verschiedenen Forschungsteams aufgrund der Sensitivität des Forschungsfeldes nicht eins zu eins übertragen werden können, sollen diese zusätzlichen ethischen und rechtlichen Herausforderungen im Kontext von VrAN adressiert und so ein sicherer institutioneller Rahmen für diese geschaffen werden.
 
Neben der anspruchsvollen wissenschaftlichen Arbeit bietet das Institut regen und regelmäßigen wissenschaftlichen Austausch und fördert Junior Researcher durch interne Weiterbildungsangebote und Einbindung in (inter-)nationale Netzwerke. Bei Interesse ist eine Mitarbeit an weiteren Forschungsprojekten des (Social) Media Observatory, insbesondere auch im Bereich der (digitalen) Rechtsextremismusforschung, möglich und wird unterstützt. Dies gilt ebenfalls für eine Erarbeitung eines Exposés für ein mögliches Promotionsvorhaben nach Abschluss von DP-R|EX.
 
Ihre Aufgaben
Bearbeitung von Arbeitspaketen im BMBF-Verbundprojekt „Datenportal für die Rassismus- und Rechtsextremismusforschung“ (DP-R|EX):
  • Unterstützung bei der konzeptionellen Entwicklung von VrAN
  • Technische Entwicklung eines Datenmodells für VrAN
  • Technische Entwicklung des Workflows zum Datenaustausch zwischen den an VrAN beteiligten Institutionen
  • Technische Entwicklung eines Online-Editors zur Datenkuration
  • Organisation von Expert*innenworkshops

Ihre Qualifikationen
Wir freuen uns über Bewerber*innen aus allen Fachbereichen mit Interesse an Rechtspopulismus und -extremismus in digitalen Medien.
 
Für die Stelle erwarten wir:
  • Erfahrung im Bereich Computational Social Science,
  • Sehr gute Programmierkenntnisse, bevorzugt in Python und/oder R,
  • Erfahrung im Umgang mit (relationalen) Datenbanken,
  • eine schnelle Auffassungsgabe und strukturierte Arbeitsweise,
  • eine hohe Motivation, sich eigenständig neue Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen,
  • Erfahrung mit der qualitativen und/oder quantitativen Analyse von digitalen Spurendaten von Online-Kommunikation und Online-Medien (z.B. Social Media Posts),
  • sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift.

Hilfreich sind
  • Erfahrungen im Bereich Sozialwissenschaften, Politikwissenschaften, Extremismusforschung und/oder Medien- und Kommunikationswissenschaften,
  • gutes theoretisches Wissen im Bereich von Rechtspopulismus und -extremismus im Internet,
  • Erfahrungen in der Veranstaltungsorganisation,
  • ein guter Überblick über die allgemeine Medienlandschaft, politische Akteur*innen und relevante Social Media Plattformen im deutschsprachigen Raum.

Kontakt
Für Fragen stehen Ihnen Herr Dr. Gregor Wiedemann ([email protected]) und Herr Jan Rau ([email protected]) gerne zur Verfügung.
 
Bewerbung
Ihre Bewerbung mit
  • einem Motivationsschreiben
  • einem tabellarischen Lebenslauf
  • einer Übersicht über die im Studium erbrachten Leistungen
  • einer detaillierten Übersicht über relevante Erfahrungen im Computational Social Science Bereich (falls nicht bereits vorher gelistet)
  • ggf. mit einem Nachweis sonstiger einschlägiger Qualifikationen
  • sowie einer Angabe über den gewünschten Startzeitpunkt Ihrer Tätigkeit
 senden Sie bitte unter Angabe der Kennziffer INF22-14 bis zum 08.08.2022 per E-Mail an [email protected]

Bitte beachten Sie den datenschutzrechtlichen Hinweis, dass Ihre Bewerbungsunterlagen im Rahmen der Besetzung der Stelle verarbeitet und gespeichert werden. Fahrtkosten zu Vorstellungsgesprächen können gemäß den Regularien des Hamburgischen Reisekostengesetzes erstattet werden.

Das HBI strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen am wissenschaftlichen Personal an und fordert daher qualifizierte Frauen ausdrücklich auf, sich zu bewerben.

Wir begrüßen ausdrücklich Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund. Schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte Menschen mit Behinderungen haben Vorrang vor gesetzlich nicht bevorrechtigten Bewerberinnen und Bewerbern gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung.

(12.07.2022)

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