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Entscheiden über, durch und zusammen mit algorithmischen Entscheidungssystemen

Entscheiden über, durch und zusammen mit algorithmischen Entscheidungssystemen

Entscheidungen über, durch und zusammen mit algorithmischen Entscheidungssystemen gewinnt auch im Bereich öffentlicher Kommunikation zunehmend an Bedeutung. Das HBI hat sich daher an einen interdisziplinären Grundlagenprojekt zu diesem Thema beteiligt, das von der Volkswagenstiftung in der Förderlinie "Künstliche Intelligenz - Ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft von morgen" für vier Jahre gefördert wird.

Die Algorithmen des maschinellen Lernens werden verwendet, um Entscheidungsregeln aus Daten zu abstrahieren, die dann beispielsweise in Entscheidungsbäumen oder neuronalen Netzwerken gespeichert werden (algorithmic decision making; ADM). Mit der Zeit verbessert sich das System, indem es aus den Konsequenzen seiner vorherigen Entscheidungen lernt.

Die große Frage des Projekts ist, ob es Grenzen dieser Art von ADM gibt. ADM-Systeme werden immer beliebter, insbesondere in den notorisch unterbesetzten Strafjustizsystemen der Welt. In westlichen Systemen, insbesondere denen der USA und in Großbritannien, werden diese Werkzeuge in verschiedenen Phasen des Strafrechtsprozesses genutzt, um insbesondere das Rückfälligkeitsrisiko von Angeklagten zu bewerten. In den USA haben sich sogar die großen Menschenrechtsorganisationen wie die ACLU dafür eingesetzt, dass diese Werkzeuge in allen Phasen des Strafrechtsprozesses eingesetzt werden, um mögliche menschliche Vorurteile zu vermeiden.

Das Projekt untersucht vor diesem Hintergrund die Fragen:
  1. Wie entscheiden Menschen über Menschen und – verglichen damit – wie entscheiden Maschinen über Menschen?
  2. Wie entscheiden Menschen zusammen mit Maschinen über Menschen?
  3. Wo sollten Maschinen überhaupt Entscheidungen über Menschen treffen?
  4. Wie sollten Staaten darüber entscheiden, ob ADM-Systeme in ihren Rechtssystemen verwendet werden?
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Projektbeschreibung

folgt

Infos zum Projekt

Überblick

Laufzeit: 2019-2022

Forschungsprogramm:
FP2 - Regelungsstrukturen und Regelbildung in digitalen Kommunikationsräumen

Drittmittelgeber

VolkswagenStiftung, Förderline "Künstliche Intelligenz - Ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft von morgen"

Kooperationspartner

Principle Investigators

Prof. Dr. Anja Achtziger, Sozial- und Wirtschaftspsychologin (Zeppelin University)
Prof. Dr. Wolfgang Schulz, Rechts- und Medienwissenschaftler (Direktor des Hans-Bredow-Instituts und des Humboldt Institut für Internet Governance)
Prof. Dr. Georg Wenzelburger, Politikwissenschaftler (TU Kaiserslautern)
Prof. Dr. Karen Yeung, Rechtswissenschaftler und Ethikerin in den Fachbereichen Jura und Informatik (University of Birmingham)
Prof. Dr. Katharina A. Zweig, Biochemikerin und Informatikerin (TU Kaiserslautern)

Ansprechpartner

Prof. Dr. Wolfgang Schulz
Direktor (Vorsitz im Direktorium)

Prof. Dr. Wolfgang Schulz

Leibniz-Institut für Medienforschung │ Hans-Bredow-Institut (HBI)
Rothenbaumchaussee 36
20148 Hamburg

Tel. +49 (0)40 45 02 17 0
Fax +49 (0)40 45 02 17 77

w.schulz@leibniz-hbi.de

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