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Reuters Institute Digital News Report

Reuters Institute Digital News Report

Die technischen Geräte sowie die Dienste, die zur Nutzung von Nachrichten verwendet werden können, differenzieren sich weiter aus. Zugleich können heute mit einem einzigen Endgerät ganz unterschiedliche Dienstetypen genutzt werden. Die technischen und angebotsbezogenen Grundlagen für die gesellschaftliche Information und Meinungsbildung ändern sich damit erheblich.

Wie die Bevölkerung bzw. verschiedene Bevölkerungsgruppen ihre Nachrichtennutzung verändern und welche Rolle die verschiedenen technischen Plattformen und Nachrichtendienste dabei spielen, steht im Zentrum des Reuters Institute Digital News Report, den das in Oxford ansässige Reuters Institute for the Study of Journalism seit 2012 jährlich durchführt.

Die Studie 2020 wurde unter Koordination des in Oxford (UK) ansässigen Reuters Institute for the Study of Journalism zeitgleich in folgenden Ländern realisiert: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Chile, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Hongkong, Irland, Italien, Japan, Kanada, Kenia, Kroatien, Malaysia, Mexiko, Niederlande, Norwegen, Österreich, Philippinen, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Singapur, Slowakei, Spanien, Südafrika, Südkorea, Taiwan, Tschechien, Türkei, Ungarn und in den USA. Pro Land wurden 2020 rund 2.000 Personen befragt. Insgesamt basiert die Studie in der achten Wiederholung auf 80.155 Befragten aus 40 Ländern auf sechs Kontinenten. Die Feldarbeit in allen Ländern wurde zwischen Mitte Januar und Ende Februar 2020 vom Umfrageinstitut YouGov durchgeführt.

Das Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut ist seit 2013 als Kooperationspartner verantwortlich für die deutsche Teilstudie. Die Ergebnisse zu Deutschland erscheinen jeweils als Arbeitspapier des HBI (pdf zum Download).

Der internationale sowie der deutsche Bericht 2020 wurden am 16. Juni 2020 in London veröffentlicht.

Die Erhebungen in Deutschland wurden zwischen dem 17. und 30. Januar 2020, also vor der COVID19-Pandemie, vom Umfrageinstitut YouGov durchgeführt. Als getrennte Studie wurde ergänzend dazu durch das Reuters Institute for the Study of Journalism eine Befragung zur spezifischen Nachrichtennutzung unter COVID-19-Bedingungen durchgeführt, auf deren Ergebnisse im deutschen Bericht an ausgewählten Stellen verwiesen wird.
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Projektbeschreibung

Die aktuelle Medienlandschaft wird neben den klassischen Medien durch eine Vielzahl stationärer und mobiler Geräte geprägt, die über das Internet jederzeit und an jedem Ort den Zugang zu nachrichtlichen Informationen ermöglichen. Die dadurch verfügbaren Inhalte und Angebotsformen sind ebenso vielfältig wie deren Anbieter. Seit 2012 wird im Rahmen des Reuters Institute Digital News Survey untersucht, welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf die informationsorientierte Mediennutzung der Bevölkerung haben. Im Vordergrund stehen folgende Fragen: Welche Bedeutung kommt einzelnen Endgeräten, Anbietern und Nachrichtenformen zu? Wie werden Nachrichten gesucht und gefunden? Und wie entwickelt sich die Bereitschaft, für Nachrichten im Internet zu bezahlen?

Seit 2012 untersucht der Reuters Institute Digital News Survey jährlich über Repräsentativbefragungen in mittlerweile 38 Ländern generelle Trends und nationale Besonderheiten der Nachrichtennutzung. Welche Arten von Nachrichten sind von Interesse; welche Geräte und Wege werden genutzt, um diese zu finden; welchen Anbietern wird vertraut und welche Standpunkte vertreten Menschen hinsichtlich der Finanzierung von Journalismus?

Die Erhebung in Deutschland wurde im Jahr 2020 wie in den Vorjahren von den Landesmedienanstalten und dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) unterstützt.

Ergebnisse aus früheren Jahren

2019 Anlässlich der Veröffentlichung einer Spezialauswertung des Reuters Institute entbrannte im September 2019 eine Kontroverse über die vermeintliche Aussage, die politische Mitte schaue „heute“ und „Tagesschau“ gar nicht mehr. Dies wurde vom Magazin ÜBERMEDIEN am 18.09.2019 unter dem Titel "Linke Programme für ein linkes Publikum? Was die Reuters-Studie wirklich zeigt" aufgeriffen und richtiggestellt.

Ebenfalls im Magazin ÜBERMEDIEN erschien am 26.11.2019 der Artikel "So links ist das Publikum von „Tagesschau“ und „heute“ wirklich". Er stützt sich auf eine Stellungnahme, die Prof. Dr. Uwe Hasebrink und Dr. Sascha Hölig, die Autoren der deutschen Teilstudie, im Hinblick auf die "Rolle öffentlich-rechtlicher Nachrichten beim Nachrichtenpublikum" (pdf) am 21.10.2019 verfasst hatten.


2018

Der internationale sowie der deutsche Bericht 2018 wurden am 14. Juni 2018 in London, New York und Berlin veröffentlicht.


2017 2016 2015 2014 2013

Infos zum Projekt

Überblick

Laufzeit: 2013-2021

Forschungsprogramm:
FP1 - Transformation öffentlicher Kommunikation

Drittmittelgeber

die medienanstalten; Zweites Deutsches Fernsehen

Kooperationspartner

David Levy, Nic Newman, Reuters Institute for the Study of Journalism

Ansprechpartner

Dr. Sascha Hölig
Senior Researcher Mediennutzung

Dr. Sascha Hölig

Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)
Rothenbaumchaussee 36
20148 Hamburg

Tel. +49 (0)40 45 02 17 - 84
Fax +49 (0)40 45 02 17 - 77

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