Aktuelles
Meldungen, Publikationen, Projekte, Blog-Beiträge & Podcasts aus dem Institut
Wo Suche und KI aufeinandertreffen – und Medien verstummen könnten
Suchmaschinen werden zu Antwortmaschinen – und damit verändern sich die Spielregeln des digitalen Informationsökosystems. Für die gesellschaftliche Debatte und die Regulierung braucht es neue Modelle, doch Forschung wie Gesetzgebung geraten angesichts der rasanten KI-Entwicklung zunehmend unter Zeitdruck. Dieses Fazit zog Wolfgang Schulz zum Abschluss des 16. Hamburger Mediensymposiums. Die Aufzeichnung durch TIDE ist nun online.
Was kann und darf KI leisten?
Bringt KI im Journalismus gute Ergebnisse? Wann gefährdet ihr Einsatz die journalistische Glaubwürdigkeit? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Antonia Eichenauer im Projekt „Journalismus: Die Automatisierung der Nachrichten und journalistische Autonomie“. Im Interview mit radio3 (rbb) erläutert sie Chancen, Gefahren und die scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten der neuen Technik.
Der deutsche ÖRR in Zeiten von Plattformen und KI
In ihrem Publikationsprojekt für die Friedrich-Ebert-Stiftung beschreibt Magdalena Stratmann, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) in Deutschland mit der Herausforderung umgeht, seinen gesetzlichen Auftrag unter stark veränderten Bedingungen des digitalen Informationsökosystems zu erfüllen.
Die Geschichte des Hessischen Rundfunks in der Nachkriegszeit
Im Vorfeld des 80. Gründungsjubiläums des Hessischen Rundfunks (hr) arbeitet Hans-Ulrich Wagner die Entstehung des hr wissenschaftlich auf. Der Fokus richtet sich dabei speziell auf unternehmensgeschichtliche, personal- und programmpolitische Entscheidungen im Kontext der Nachkriegszeit.
Wie gelingt differenzierte KI-Berichterstattung?
Öffentliche Debatten über KI bewegen sich oftmals zwischen technologischen Heilsversprechen und dystopischen Zukunftsszenarien - wie können Journalist*innen differenziert über dieses Thema berichten, das allgegenwärtig und zugleich schwer greifbar ist? Eine Research Clinic am HBI hat die Herausforderungen der KI-Berichterstattung und mögliche Lösungsansätze diskutiert.
Argument Mining für die Organisationsforschung
Wie begründen Organisationen Entscheidungen, bauen Legitimität auf und treten durch kommunikative Handlungen mit ihrem Umfeld in Beziehung? Der Artikel stellt das aspektbasierte Argument Mining (ABAM) als methodische Innovation zur Untersuchung dieser Fragen vor. Es kann Argumentationsmuster in großen Textkorpora identifizieren, etwa in der Twitter-Debatte über Kernenergie in Deutschland.
Rechtswissenschaftliche Promotionsstelle (m/w/d) im Bereich Medienrecht – Schwerpunkt Jugendmedienschutz
Wir bieten zum 1. Oktober 2026 eine rechtswissenschaftliche Promotionsstelle (m/w/d) im Bereich Medienrecht - Schwerpunkt Jugendmedienschutz an, angesiedelt in der Forschungsgruppe „Aufwachsen in digitalen Medienumgebungen“. Befristet bis 31.12.2029 | Teilzeit 75 % | Entgeltgruppe 13 TV-L | Standort Hamburg.
Von Verhaltenskodizes und Standards zu sozio-technischen Ökosystemen
Im Rahmen des Digitalen Binnenmarkts der EU teilen sich staatliche Stellen und private Unternehmen zunehmend die Verantwortung für die Durchsetzung von Regeln. Das macht die Regulierung komplexer, weil viele Akteure miteinander verbunden sind und sich gegenseitig kontrollieren. In seinem Beitrag argumentiert Tobias Mast deshalb für ein erweitertes Verständnis von „Ko-Regulierung“, das dieses Zusammenspiel als Ganzes betrachtet.
Informationsnutzung und -kompetenzen junger Menschen
Sechs Jahre Forschung im Projekt #UseTheNews zeigen: Die Informations- und Meinungsbildung junger Menschen ist komplex, vielfältig und stark vom digitalen Plattformumfeld geprägt. Entsprechend vielfältig sollten Journalismus und Bildung ihre Angebote für junge Menschen gestalten. Der Forschungsüberblick ist online abrufbar.
Termine
#LeibnizMediaLecture
RIDLOP: Eine Forschungsinfrastruktur für Daten großer Online-Plattformen
3. September 2026Dr. Simon Kruschinski, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, stellt ab 12 Uhr die Forschungsinfrastruktur RIDLOP vor und zeigt, wie Daten großer Online-Plattformen sicher für die sozialwissenschaftliche Forschung bereitgestellt werden können. Diese Leibniz Media Lecture wird ausgerichtet vom Standort Hamburg des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ).
Digitalisation Research Seminar 2026
21. September 2026Das diesjährige Digitalisation Research Seminar am 21. bis 22. September 2026 in Berlin widmet sich dem Thema "Balancing Digital Safety between Risks, Rights, and Regulation". Es bringt Nachwuchswissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen zusammen. Das HBI organisiert die Veranstaltung gemeinsam mit dem WI, bidt und CAIS.
43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
28. September 2026Auf dem 43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) beteiligen sich Prof. Dr. Wiebke Loosen, Antonia Eichenauer und Jonah Wermter mit zwei Vorträgen zu kommunikativer KI und Journalismus.