Dr. Claudia Lampert

Co-Leiterin Forschungsgruppe Aufwachsen in digitalen Medienumgebungen, Leiterin Forschungsgruppe Gesundheitskommunikation

Claudia Lampert ist Senior Researcher am Leibniz-Institut für Medienforschung und forscht zu den gesellschaftlichen Auswirkungen der digitalen Transformation – insbesondere auf Kinder und Jugendliche sowie im Bereich Gesundheitskommunikation.  

Ein Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf den Herausforderungen des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen in digitalen Medienumgebungen. In Projekten wie EU Kids Online, SIKID – Sicherheit von Kindern in der digitalen Welt und Connected Kids – Sozialisation in einer sich wandelnden Medienumgebung untersucht sie, wie sich veränderte Medienumgebungen auf Sozialisation, Medienerziehung und den Familienalltag auswirken. Weitere Projekte, darunter CO:RE – Children Online: Research and Evidence und das Observatory for Young People in Digitised Societies, widmen sich der Vernetzung und Aufbereitung von Forschung zu aktuellen Herausforderungen des Aufwachsens in digitalisierten Gesellschaften für unterschiedliche Zielgruppen. 

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Gesundheitskommunikation. Bereits in ihrer Dissertation beschäftigte sich Claudia Lampert mit dem Potenzial von Entertainment-Education-Angeboten für die Gesundheitsförderung von Jugendlichen. Seither erforscht sie gesundheitsbezogene Medienangebote und -formate (z. B. Gesundheitsapps, Games for Health), das Gesundheitsinformationsverhalten und die digitalen Gesundheitspraktiken unterschiedlicher Zielgruppen sowie die Potenziale und Grenzen verschiedener Kommunikationskanäle für eine wirksame und evidenzbasierte Gesundheitskommunikation. 

Weitere Aktivitäten 

Neben ihrer Forschung engagiert sich Claudia Lampert insbesondere für den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Praxis, Politik und Gesellschaft. Sie ist Koautorin des Studienbuches „Medienpädagogik“ (Süss, Lampert, Trültzsch-Wijnen, 2026) sowie des Lehrbuches „Gesundheitskommunikation und Medien“ (Fromm, Baumann, Lampert, 2011) und bringt ihre Expertise in zahlreiche Fachgruppen, Beiräte und Expertengremien ein. Dazu zählen unter anderem die Fachgruppe Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK), die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK), die Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) sowie das Mediennetz Hamburg e.V.. Darüber hinaus ist sie Mitglied im Expertenrat von Media Smart e. V., im Beirat der Initiative „SCHAU HIN!“ und im Beirat des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit (BIÖG). Als Mitglied der unabhängigen Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ bringt sie ihre wissenschaftliche Expertise zudem in aktuelle Debatten zur Gestaltung einer sicheren digitalen Lebenswelt für Kinder und Jugendliche ein. 

Kontakt

Dr. Claudia Lampert

Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)
Warburgstraße 30 B
20354 Hamburg

Social Media

Letzte Aktualisierung: 08.10.2026

Arbeiten von Dr. Claudia Lampert

Open Access erschienen

Netzwerke der Meinungsbildung

Die Studie von Azade Kakavand, Philipp Kessling und Jan-Hinrik Schmidt untersucht Kommunikationsdynamiken im Umfeld der Bundestagswahl 2025. Sie analysiert, wie digitale Medien politische Debatten prägen und betrachtet drei Fälle im Zeitraum von November 2024 bis Oktober 2025: die Wahl neuer Richter*innen für das Bundesverfassungsgericht, die Messerattacke in Aschaffenburg und die Diskussion um das Bürgergeld.

Cover Sachbuch Kein Kinderspiel
Frisch erschienen!

Kein Kinderspiel – Jugendmedienschutz in der digitalen Gesellschaft

In seinem Sachbuch analysiert Stephan Dreyer das komplexe Feld des Jugendmedienschutzes. Mit Blick auf gesetzliche Regulierungen, tatsächliche Nutzung und technische Entwicklungen bietet er Orientierung für alle, die in Praxis, Verwaltung, Politik oder Wissenschaft mit dem Thema befasst sind.

Neue Podcastfolge erschienen!

Vom australischen Social Media Verbot zum EU KIDS Act

Wie geht zeitgemäßer Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt? In Australien ist im Dezember 2025 das Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige in Kraft getreten. In Deutschland hat Bundesfamilienministerin Karin Prien eine unabhängige Expertenkommission zum Thema „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ einberufen. Auf EU-Ebene nimmt der Gesetzesentwurf EU KIDS seinen Lauf. Claudia Lampert und Stephan Dreyer ordnen im BredowCast die Entwicklungen ein.

Lego-Figuren in einem Sitzungssaal mit EU-Flaggen im Hintergrund eine Figur hält ein Schild mit der Aufschrift 'EU KIDS Act'
Beitrag im Media Research Blog

Der geplante EU KIDS Act – Überblick und Einordnung

In seinem Blogbeitrag gibt Stephan Dreyer einen Überblick über den EU KIDS Act als europaweiten Rechtsrahmen für den Online-Jugendmedienschutz und ordnet ihn ein. Der EU KIDS Act ist, so Stephan Dreyer, der bislang weitreichendste Versuch einer gesetzlichen Einhegung der Gestaltung von einer Vielzahl von Online-Diensten mit dem Ziel des Kinder- und Jugendmedienschutzes.

Jugendlicher liegt bäuchlings in eine Decke gewickelt und schaut bei schwachem Licht in einen leuchtenden Laptop
Beitrag im Media Research Blog

Was bedeutet es heute wirklich, mit dem Internet aufzuwachsen?

Das Forschungsnetzwerk EU Kids Online hat in seiner internationalen Vergleichsstudie neue Befunde zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen veröffentlicht. Claudia Lampert und Brian O’Neill erklären die komplexen Ergebnisse in einem englischsprachigen Blogartikel, der die Erfahrungen der jungen Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Cover der Zeitschrift Ligante, Ausgabe 9
Beitrag in der Zeitschrift Ligante

Soziale Medien und der Wandel der gesellschaftlichen Verständigungsordnung

Der Beitrag von Jan-Hinrik Schmidt argumentiert, dass wir einen tiefgreifenden Wandel unserer gesellschaftlichen Verständigungsordnung erleben. Es kommt darauf an, die gesellschaftliche Verständigungsordnung resilient zu machen. Medientechnologien und Medieninstitutionen müssten so gestaltet sein, dass sie dem demokratischen Gemeinwohl dienen können und nicht autoritären Ideologien oder einer reinen ökonomischen Gewinnmaximierung.

Frisch erschienen!

Agenda für verantwortliche Quantentechnologien

Die in der Fachzeitschrift "Ethics and Society" veröffentlichte internationale Studie zeigt auf, wie Quantentechnologien von Beginn an verantwortungsvoll entwickelt und gestaltet werden können. An der Studie beteiligt ist auch der Rechtswissenschaftler Matthias C. Kettemann.

FGZ-Beitrag im Media Research Blog

Landtagswahlkampf auf TikTok: Wie einzelne Accounts die Reichweite der Parteien prägen

Am 6. September 2026 wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Angesichts der Aussicht, dass die AfD stärkste Kraft werden könnte, richtet sich bundesweit große Aufmerksamkeit auf die Wahl. Der FGZ-Blogbeitrag von Azade Kakavand und Tet Turiy analysiert die Präsenz der Parteien auf der Social-Media-Plattform TikTok.

Zwei Jugendliche, zu sehen von hinten oben, sitzen auf einer Mauer und blicken auf ein Handy
Neues DFG-Forschungsprojekt

Schutz des epistemischen Vertrauens von Jugendlichen

Das interdisziplinäre DFG-Projekt "SETA – Schutz des epistemischen Vertrauens von Jugendlichen: Konzeptionelle Ansätze und Policy-Optionen" wird zusammen mit dem Weizenbaum-Institut durchgeführt. Es untersucht, ob und wie der Staat verpflichtet ist, das epistemische Vertrauen von 13- bis 17-Jährigen gegen Erosionen zu schützen, ohne in Meinungs- und Informationsfreiheit einzugreifen.

Logo BredowCast
Neue Podcastfolge erschienen!

Bias in KI verstehen und verringern

Im BredowCast erläutert Katharina Mosene, warum Künstliche Intelligenz nicht neutral ist und warum es eine intersektional-feministische Perspektive braucht, um Macht- und Ungleichheitsverhältnisse zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken.

Cover der Zeitschrift der Leibniz Gemeinschaft - Ausgabe 2/2026 zum Thema "Medizin"
Klickvisite

Sprechstunde bei Dr. Insta

Die aktuelle Ausgabe des Magazins der Leibniz-Gemeinschaft widmet sich dem Thema „Medizin“ und ist ein Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2026. Claudia Lampert, Leiterin der Forschungsgruppe „Gesundheitskommunikation“ am HBI, ist mit einem Interview zum Thema „Sprechstunde bei Dr. Insta“ vertreten.

Cover
Open Access erschienen!

Der deutsche ÖRR in Zeiten von Plattformen und KI

In ihrem Publikationsprojekt für die Friedrich-Ebert-Stiftung beschreibt Magdalena Stratmann, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) in Deutschland mit der Herausforderung umgeht, seinen gesetzlichen Auftrag unter stark veränderten Bedingungen des digitalen Informationsökosystems zu erfüllen.

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