Medfluencer*innen klären auf Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube über Gesundheitsthemen auf. Im Podcast „’ne Dosis Wissen“ der Apotheken Umschau spricht Dr. Laura Weisenburger, Ärztin und Redakteurin bei der Apotheken Umschau, mit Dr. Claudia Lampert darüber, wie vertrauenswürdig diese Gesundheitsinformationen sind.
Hier geht es zur Podcast-Folge.
Anlass des Gesprächs ist eine kürzliche Aktion des YouTubers Marvin Wildhage: Er erfand eine fiktive Krankheit und versah sie mit einer eigenen Website sowie einem Briefing, das offensichtliche Hinweise auf den Schwindel enthielt. Ziel war es zu testen, wie kritisch Medfluencer*innen Produkte und Kampagnen prüfen, bevor sie sie bewerben. Obwohl die Krankheit frei erfunden war, wurde sie dennoch von einer Medfluencerin aufgegriffen.
In der Podcastfolge geht es somit um die Grauzone derartiger Disease-Awareness-Kampagnen, den Vertrauensvorschuss von Medfluencer*innen, Möglichkeiten der Einordnung und Regulierung und die Förderung der digitalen Gesundheitskompetenz für Nutzer:innen der sozialen Medien.
Claudia Lampert betont, dass es wichtig sei, Nutzer*innen zu befähigen, verlässliche und evidenzbasierte Informationen zu erkennen und Gesundheitsinformationen aus sozialen Medien kritisch einzuordnen. Dazu gehöre, zu hinterfragen, ob Inhalte wissenschaftlich fundiert seien, ob sie sich durch andere Quellen überprüfen ließen und wie vertrauenswürdig die jeweilige Quelle sei. Ein Merkmal für Seriosität sei zum Beispiel, dass die Inhalte nicht von Werbung für bestimmte Produkte geprägt sind:
„Je seriöser, desto weniger Werbung für bestimmte Produkte.“
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