Vor rund 75 Jahren, im Juni 1950, fand die konstituierende Sitzung der ARD statt. Ziel war es, die Sender gegenüber der Politik zu stärken und international mitreden zu können, zum Beispiel bei der Vergabe von Sendefrequenzen. „Die Sender“, das bedeutete damals noch ausschließlich Hörfunk.
Im Podcast von Rainer Volk für SWR Kultur beleuchten Medienhistoriker Dr. Hans-Ulrich Wagner und weitere Expertinnen und Experten die Geschichte der ARD. Wagner weist darauf hin, dass das Kürzel „ARD“ nicht schon 1950, sondern erst 1954 auftaucht. Er erklärt, warum man anfangs mit unterhaltenden Mitteln versuchte, die Menschen zur Anmeldung ihres Radios zu bewegen, warum die Koordinierung der Einführung der UKW-Programme so wichtig war und erläutert, inwiefern die Karlsruher Verfassungsrichter bei diesem freiheitlichen Modell der Rundfunkordnung eine Schiedsrichterrolle einnehmen.
Heute, sagt Hans-Ulrich Wagner, sei die ARD als Gemeinschaftssender eine große Leistung – und Karrieren hingen nicht mehr wie einst vom Parteibuch ab.
Der Podcast „Die ARD und die Politik – Ringen um Unabhängigkeit“ ist in der SWR-Podcast-Reihe „Das Wissen“ erschienen und in der ARD-Audiothek abrufbar.