Plattform-Badges für zivile Kommunikation

Digitale Plattformen sind zu zentralen Infrastrukturen politischer Kommunikation und gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse geworden und werden in dieser Rolle immer wieder kritisch diskutiert. Jan Raus Beitrag „Plattform-Badges für zivile Kommunikation. Stärkung der demokratischen Öffentlichkeit im digitalen Raum“ für die Friedrich-Ebert-Stiftung diskutiert das Konzept sogenannter Plattform Badges. „Das Badge-System kann als Instrument verstanden werden, mit dem Plattformen ihrer Verpflichtung zur Risikominderung nachkommen, indem sie positive Anreize für Nutzende schaffen, bestimmte kommunikative Normen einzuhalten“, so der Autor.

Abstract

Digitale Plattformen sind zentrale Arenen des öffentlichen Diskurses, auf denen jedoch Desinformation, extreme Positionen und polarisierende Inhalte durch die algorithmische Verbreitung oft überproportionale Sichtbarkeit erlangen. Plattform-Badges sind eine Governance-by-Design-Maßnahme zur Minderung solcher systemischen Risiken gemäß Art. 34/35 DSA: Wer sich zu Sorgfaltspflichten und deliberativer Kommunikation verpflichtet, erhält algorithmische Sichtbarkeitsvorteile. So werden Anreize für zivilen Austausch geschaffen, strukturelle Verzerrungen korrigiert und Grundrechte gewahrt, um die Resilienz demokratischer Öffentlichkeiten zu stärken.

Der Beitrag baut auf dem englischsprachigen Artikel für das Journal „Internet Policy Review“ (2025) auf.

Rau, Jan (2026): Plattform-Badges für zivile Kommunikation. Stärkung der demokratischen Öffentlichkeit im digitalen Raum. Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung. Verfügbar unter: https://collections.fes.de/publikationen/content/titleinfo/1967994.

Überblick

Autoren

Erscheinungsdatum

13.03.2026

Art der Publikation

  • sonstige Publikation
  • Sonstiges

Beteiligte Personen:

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