Nachrichtenmüdigkeit – was passiert im Gehirn?

Immer mehr Menschen vermeiden Nachrichten – zumindest gelegentlich. Warum das so ist und wie Nachrichtenredaktionen damit umgehen können, erklärt Julia Behre im NDR Info Interview zum Thema Nachrichtenmüdigkeit.

Hier geht es zum Radio-Beitrag.

Im Interview verweist Julia Behre auf die Ergebnisse des Reuters Institute Digital News Report 2026, für dessen deutsche Teilstudie sie gemeinsam mit Dr. Sascha Hölig verantwortlich ist. Demnach vermeiden 72 Prozent der Erwachsenen in Deutschland zumindest gelegentlich aktiv Nachrichten, 15 Prozent tun dies sogar häufig. Ein Grund: Nachrichten können auf die Stimmung schlagen. Viele Menschen fühlen sich von der Berichterstattung über Kriege und Konflikte belastet oder sind von der schieren Menge an Informationen erschöpft. Fast jeder Vierte berichtet laut dem Report von einer solchen Nachrichtenerschöpfung.

Um Menschen weiterhin zu erreichen, ohne sie mental zu überlasten, sieht Julia Behre verschiedene Ansätze in der journalistischen Berichterstattung:

  • Themen aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und damit unterschiedliche Zugänge ermöglichen.
  • stärker vermitteln, warum es wichtig ist, über ein bestimmtes Thema zu berichten.
  • Berichterstattung konstruktiver und lösungsorientierter gestalten.

Foto: Vitaly Gariev auf Unsplash

Letzte Aktualisierung: 18.08.2026

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