Im Podcast historycast spricht Moderator Dr. Heiner Wember mit dem Medienhistoriker Dr. Hans-Ulrich Wagner zum einen über die Wirkung von Thomas Manns Reden „Deutsche Hörer“, die damals über den Auslandsdienst der BBC ausgestrahlt wurden, und zum anderen über die Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die demokratische Entwicklung in Deutschland bis heute.
Hier geht’s zur Folge.
Zum Hintergrund
Die 55 Reden „Deutsche Hörer“ von Thomas Mann, aufgenommen in Pacific Palisades bei Los Angeles, waren „Steine in Hitlers Fenster“. Ausgestrahlt über den Auslandsdienst der BBC, waren sie eine wiederkehrende Anklage gegen den Hitlerismus. „Hier ist England, hier ist England“, mit diesen Worten begannen die Sendungen der BBC. Sie zeichneten ein ungeschöntes Bild der Kriegslage und wurden damit bei den deutschen Hörer*innen glaubwürdig. Der Auslandsdienst wurde geleitet von Hugh Carleton Greene, der nach dem Krieg maßgeblich den Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Bundesrepublik beeinflusste. Ziel war ein staatsfernes, aber gesellschaftlich kontrolliertes Modell nach BBC-Vorbild – als Alternative zu einem Staatsrundfunk und einem rein privatwirtschaftlichem US-System.
Zum Podcast
Der historycast ist ein Podcast des Verbandes der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands e. V., der bereits in seiner fünften Staffel erscheint und in Kooperation mit der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte produziert wird.
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