Das Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI) strukturierte seine Forschungsplanung bis Ende 2025 in Forschungsprogrammen. Im Januar 2026 wurden diese von neu strukturierten Programmbereichen abgelöst. Ein entsprechender Umbau der Website ist derzeit in Arbeit.
Forschungsprogramm 3 „Wissen für die Mediengesellschaft“ untersuchte, wie evidenzbasiertes medien- und kommunikationswissenschaftliches Wissen helfen kann, die Herausforderungen des medialen Wandels zu bewältigen.
Forschungsleitfragen waren:
- Wie lässt sich der Medienwandel systematisch und kontinuierlich erfassen?
- Wie schlägt sich der mediale Wandel in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft und deren geteiltem Wissen nieder?
- Wie kann Wissenschaft ihre Transferfunktion in der Mediengesellschaft nachhaltig leisten?
Wissenschaft muss angesichts des Medienwandels auf neue Herausforderungen angemessen reagieren und ihre gesellschaftliche Verantwortung verstärkt deutlich machen. Forschungsprogramm 3 reflektierte auf Forschungsprozesse, in denen evidenzbasiertes medien- und kommunikationswissenschaftliches Wissen generiert wird, und untersuchte im Dialog mit der Gesellschaft, wie solches Wissen helfen kann, die Herausforderungen des medialen Wandels zu bewältigen. Diese Transferforschung fand in engem Austausch mit Akteuren aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen statt.
In vier Bereichen, in denen das Institut seit vielen Jahren grundlagenbezogene und anwendungsorientierte Forschung durchführte, wurden bedarfsgerechte und empiriebasierte Antworten auf aktuelle Problemlagen entwickelt. Diese sogenannten „Kompetenzbereiche“, in denen das Institut von wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Akteuren als wichtiger Ansprechpartner wahrgenommen wird, waren:
- Aufwachsen in digitalen Medienumgebungen,
- Public Service und Public Value,
- Gesundheitskommunikation und
- Mediengeschichte.
In diesem Kompetenzbereichen wurden grundlagenbezogene und anwendungsorientierte Projekte durchgeführt, um bedarfsgerechte und empiriebasierte Antworten auf aktuelle Problemlagen zu geben. Die themenspezifischen Analysen erfolgten in engem Austausch mit relevanten Stakeholdergruppen.
Darüber hinaus reflektierte das Forschungsprogramm vor dem Hintergrund seines Verständnisses von Transferforschung systematisch die Organisation von Forschungsprozessen. Es hat so medien- und kommunikationswissenschaftliches Wissen den unterschiedlichen Informationsbedürfnissen nachhaltig zur Verfügung gestellt.
Wie wurde dies umgesetzt?
- Wir führten themenspezifische Forschung mit relevanten Stakeholdern in den „Kompetenzbereichen“ durch.
- Wir reflektierten auf die Organisation von Forschungsprozessen, um medien- und kommunikationswissenschaftliches Wissen nachhaltig den unterschiedlichen Informationsbedürfnissen zur Verfügung zu stellen.
- Wir analysierten den domänenspezifischen Wandel der Wissenschaftskommunikation und beteiligten uns an der Theoriebildung von Transferforschung.
Sprecher/in: Dr. Claudia Lampert; Dr. Hans-Ulrich Wagner