Welche Auswirkungen haben das Aufeinandertreffen von traditioneller Internetsuche und generativer künstlicher Intelligenz auf das Informations-Ökosystem? Diese Frage steht im Zentrum des 16. Hamburger Mediensymposiums, veranstaltet vom HBI sowie der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) und der Handelskammer Hamburg.
Anmeldung bis zum 17. Juni 2026 hier
Die traditionelle Suche und generative künstliche Intelligenz (KI) verschmelzen von beiden Seiten. Durch sogenanntes Grounding – unter anderem auf der Basis von Medieninhalten – beantworten KI-Bots inzwischen Fragen, die Bürger*innen auch an Medien richten. Gleichzeitig integrieren Suchmaschinen zunehmend KI-Elemente in ihre Funktionsweise und die Ergebnispräsentation.
Die Auswirkungen auf das Informations-Ökosystem sind beträchtlich und können mediale Angebote gefährden. Wir müssen sowohl die Architektur der Technologien als auch die unterschiedlichen Informationsbedürfnisse der Bürger*innen, die an diese Angebote herangetragen werden, besser verstehen.
Im Rahmen der Veranstaltung möchten wir die aufgeheizte Debatte mit kommunikationswissenschaftlichen sowie medienrechtlichen, regulatorischen und medienökonomischen Einordnungen versorgen und diese aus unterschiedlichen Praxisperspektiven diskutieren.
Programm
13:30 Uhr | Begrüßung
Einführung durch den Moderator
Prof. Dr. Wolfgang Schulz, Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)
Die Automatisierung der Nachrichten. Zum Stand der Erforschung kommunikativer Kl im Journalismus
Prof. Dr. Wiebke Loosen, Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)
Vom Suchen und Finden. KI-Suche aus Nutzungsperspektive
Dr. Tim Schatto-Eckrodt, Universität Hamburg
Zwischen Suchen und Generieren. Eine architekturelle Perspektive auf die Konvergenz von Suche und generativer KI
Prof. Dr. Tilo Böhmann, Universität Hamburg
Nachfragen via Slido und Diskussion
15:30 Uhr | Kaffeepause
16:00 Uhr | Kurzvorstellung Gutachten
Integration von KI-Anwendungen in Suchmaschinen. Eine medienrechtliche und regulatorische Einordnung
Prof. Dr. Jan Oster, LL.M. (Berkeley), Universität Osnabrück
Podiumsdiskussion: Endstation KI? Medienvielfalt zwischen Auffindbarkeit und Abstellgleis
- Dr. Christian Heise, Präsident und Geschäftsführer, Hamburg Media School
- Dennis Kaben, LL.M. (UCT), Google, Leiter Rechtsabteilung DACH-Region
- Prof. Dr. Jan Oster, LL.M. (Berkeley), Universität Osnabrück
- Cordula Schmitz, FUNKE Mediengruppe, Chefredakteurin Digital Hamburger Abendblatt
- Eva-Maria Sommer, Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein
Moderation: Svea Eckert, Mercator Fellow, Tech Journalistin NDR, ARD
17:30 Uhr | Fazit
Prof. Dr. Wolfgang Schulz, HBI
Anschließend Ausklang auf der Dachterrasse der Handelskammer