Besuch aus Brisbane!

Damit die Zusammenarbeit in einem Forschungsprojekt über verschiedene Kontinente und Zeitzonen hinweg funktionieren kann, ist ein regelmäßiger Austausch der Beteiligten wichtig – auch vor Ort. In der vergangenen Woche sind daher Forschende aus dem Projekt „Polarisierte Öffentlichkeiten“ aus Brisbane (Australien) mit Forschenden aus Deutschland am HBI in Hamburg zusammengekommen.

Workshopauftakt im Raum „Salzburg“ am HBI

Ein Schwerpunkt des Workshops lag auf der Entwicklung und Diskussion von Prompting- und Validierungsstrategien für die KI-gestützte Inhaltsanalyse. Darüber hinaus arbeiteten die Teilnehmenden an gemeinsamen Publikationen und bereiteten Beiträge für die Konferenzen der ECREA und der Association of Internet Researchers (AoIR) vor.

Der Workshop fand im Rahmen der vom Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD und Universities Australia geförderten Kooperation zwischen HBI und QUT statt.

Mehr zum Projekt

Das gemeinsame Forschungsprojekt der Queensland University of Technology QUT und des HBI wird auf australischer Seite von Dr. Katharina Esau und auf deutscher Seite von Dr. Lisa Merten geleitet. Darüber hinaus sind Forschende der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Universität Bremen und des GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften beteiligt.

Forschende aus Brisbane freuen sich über den Raum „Brisbane“ am HBI

Das Projekt untersucht vergleichend, inwiefern sich in der Berichterstattung über die Klimakrise in Deutschland und Australien Merkmale destruktiver Polarisierung zeigen. Dazu zählen beispielsweise eine übermäßige Aufmerksamkeit für extreme Akteur*innen und Positionen oder die Abwertung von wissenschaftlichen Informationen. Mithilfe KI-gestützter Verfahren wird die Berichterstattung von mehr als 50 Nachrichtenangeboten systematisch auf solche Polarisierungsindikatoren hin untersucht. In einem weiteren Schritt soll analysiert werden, ob die Nutzung entsprechend geprägter Berichterstattung mit einer stärkeren Polarisierung politischer Einstellungen einhergeht.

Letzte Aktualisierung: 09.09.2026

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