Um Best Practices der Datenerhebung und -auswertung auf Kurzvideoplattformen zu entwickeln, beteiligt sich das Media Research Methods Lab des HBI unter Leitung von Gregor Wiedemann an einem Projekt der Helmut Schmidt Universität, das die Repräsentation der Bundeswehr auf TikTok und YouTube untersucht.
Ausgangspunkt des Projekts der Helmut Schmidt Universität unter Leitung von Prof. Dr. Cristina Besio ist die Feststellung, dass die Bundeswehr im Zuge der Zeitenwende nicht nur mit einem Ausrüstungsproblem, sondern auch mit einem Personalproblem konfrontiert ist. Für die Personalgewinnung ist nicht nur der Einsatz finanzieller Ressourcen entscheidend, sondern auch, welches Image die Bundeswehr in der Bevölkerung hat, insbesondere bei jungen Zielgruppen. Zur Meinungsbildung unter jungen Menschen tragen längst nicht mehr nur redaktionelle Nachrichten in klassischen Medien bei, sondern vor allem auch deren Verarbeitung in sozialen Medien. Das Projekt untersucht die Darstellung der Bundeswehr und ihre Rezeption in Nutzerkommentaren auf den Kurzvideoplattformen TikTok und YouTube, um folgende Fragen zu beantworten: Welche Akteure prägen das Bild der Bundeswehr? Welche Inhalte mit Bezug zur Bundeswehr werden auf der Plattform gepostet? Wie interagieren und kommentieren Nutzer mit welchen Inhalten? (Likes, Kommentare, Reshares)
Die Beantwortung dieser Forschungsfragen unterstützt das HBI mit einem Unterauftrag durch die Erarbeitung von Best Practices der Datenerhebung und Auswertung auf Kurzvideoplattformen. Im Rahmen des Auftrags werden sehr große Datenmengen (angestrebt werden ca. 250 Accounts und 10.000 Videos) erhoben und ausgewertet werden, darunter Account-Daten, Video-Daten und Nutzerkommentare zum Suchbegriff „Bundeswehr“ bzw. dem Hashtag „#Bundeswehr“ auf den Plattformen TikTok und YouTube.
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