Die Rolle von Public Service Media als Ermöglichern von Dialog in digitalisierten Gesellschaften

Als Vorarbeit für das Projekt “Dialogformate öffentlich-rechtlicher Medien” hat Magdalena Stratmann eine Literaturanalyse zur „Rolle von Public Service Media als Errmöglichern von Dialog in digitalisierten Gesellschaften“ durchgeführt. Diese ist nun als Arbeitspapier zum Download erschienen.

Stratmann, Magdalena (2026): Die Rolle von Public Service Media als Ermöglichern von Dialog in digitalisierten Gesellschaften. Eine Literaturanalyse. Hamburg: Verlag Hans-Bredow-Institut, Januar 2026 (Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts | Projektergebnisse Nr. 80), https://doi.org/10.21241/ssoar.107751

Angesichts fortschreitender gesellschaftlicher Transformationsprozesse infolge der Digitalisierung insbesondere im Bereich der Kommunikation wird bereits seit Jahren intensiv über die Weiterentwicklung von Public Service Media (PSM) und ihre zukünftige Rolle diskutiert. Die Literaturanalyse ist Teil eines Projekts, an dem WissenschaftlerInnen, Medienschaffende und politische Akteure beteiligt sind. Im Zentrum des Projektes steht angesichts geäußerter Befürchtungen, dass neue digitale Kommunikationspraktiken den gesellschaftlichen Dialog potenziell negativ beeinträchtigen, die Untersuchung einer denkbaren zukünftigen Rolle von PSM als Ermöglicher von bzw. als „Infrastruktur“ für gesellschaftlichen Dialog in zunehmend digitalisierten Gesellschaften.

Der Gedanke, dass PSM – wie im Übrigen auch andere Medien – durch die Vermittlung von Informationen gesellschaftlichen Diskurs auslösen, ist zwar nicht neu. Im Projekt soll es allerdings spezifisch um eine mögliche neue Rolle von PSM in digitalisierten Gesellschaften gehen, bei der Dialog nicht lediglich als „Nebenprodukt“ der Vermittlung von Inhalten durch PSM entsteht. Stattdessen geht es um eine Rolle, bei der die Ermöglichung und Förderung von Dialog im Vordergrund steht.

Die Literaturanalyse gibt einen Überblick über in dieser Hinsicht bereits geführte Debatten und den Stand der Forschung zu unterschiedlichen unter Umständen relevanten Aspekten. Ziel ist, hierdurch die Entwicklung von Szenarien im Projekt vorzubereiten und aufzuzeigen, an welchen Stellen möglicherweise noch Bedarf für weitere Forschung und Debatte besteht.

Zum Projekt “Dialogformate öffentlich-rechtlicher Medien”

Digitale Kommunikation verändert die Bedingungen gesellschaftlicher Verständigung grundlegend und stellt öffentlich-rechtliche Medien vor die Frage, welche Rolle sie im digitalen Zeitalter als Plattformen für gesellschaftlichen Dialog einnehmen können. Vor diesem Hintergrund widmete sich das Projekt „Dialogformate öffentlich-rechtlicher Medien“ der Entwicklung zukunftsfähiger Dialogformate in digitalisierten Gesellschaften. Im Mittelpunkt standen dabei die Bedeutung digitaler Dialogfunktionen für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt, aktuelle Trends der Mediennutzung, bestehende innovative Praxisbeispiele sowie die Entwicklung konkreter Szenarien und Handlungsempfehlungen für Public Service Media und weitere relevante Akteure. Die Zukunftswerkstatt brachte eine kleine Gruppe von Expert*innen aus Wissenschaft, Medienpraxis, NGOs und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zusammen und fand als eineinhalbtägiger Workshop am 25. und 26. September statt.

Überblick

Erscheinungsdatum

09.02.2026

Art der Publikation

  • Arbeitspapier

Projektbezug:

Dialogformate öffentlich-rechtlicher Medien

Forschungsprogramm:

FP 2 Regelungsstrukturen und Regelbildung in digitalen Kommunikationsräumen

Kompetenzbereich:

Kompetenzbereich Public Service und Public Value

Beteiligte Personen:

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