Gesundheitskommunikation

Dr. Claudia Lampert hat gemeinsam mit Prof. Dr. Eva Baumann und Dr. Bettina Fromm einen Beitrag im Handbuch „Gesundheitswissenschaften“ veröffentlicht, der einen Überblick über das Themenfeld der Gesundheitskommunikation bietet. Das Handbuch ist bereits in der 8. Auflage erschienen und käuflich hier erhältlich.

Abstract

Mit der rasanten Entwicklungen der Kommunikations- und Medienbranche und der Durchdringung aller beruflichen wie privaten Alltagskontexte mit (digitaler) Kommunikation wächst auch die Bedeutung von Informations- und Kommunikationsprozessen sowie Diskursdynamiken im Hinblick auf Gesundheit und Krankheit. So finden die Informationsvermittlung und der Austausch über Gesundheitsfragen zwischen Gesundheitsexpertinnen bzw. ‑experten und Patientinnen bzw. Patienten oder allgemein Gesundheitslaien, aber auch innerhalb der genannten Gruppen zunehmend nicht mehr nur im direkten Gespräch, sondern medial vermittelt statt. Inhalte der Massenmedien ebenso wie Diskurse in sozialen Netzwerken repräsentieren verschiedene Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit, sie dienen als Orientierungshilfe und Informationsquelle, aber auch der sozialen und emotionalen Unterstützung bei gesundheitlichen Belastungen und Einschränkungen. Für Anbietende von Gesundheitsinformationen, Unterstützungs- und Beratungsangeboten, Gesundheits- und Versorgungsleistungen, aber auch für Akteure im Bildungs- und Sozialsystem sowie in der Ausbildung von Gesundheitsberufen sind entsprechende Kommunikations- und Vermittlungskompetenzen sowie ein Verständnis für die Kommunikationsmechanismen und -dynamiken daher essenziell, um bedarfsgerecht und zielorientiert agieren zu können. Der Beitrag konturiert das Forschungsfeld Gesundheitskommunikation als bedeutsamen Gegenstandsbereich sowohl der Gesundheits- als auch der Kommunikationswissenschaft. Er skizziert die Entwicklung dieses dynamischen und transdisziplinären Themenfeldes, verortet Schnittstellen zu anderen Forschungsfeldern, stellt ausgewählte theoretische Ansätze der (medialen) Gesundheitskommunikation vor und zeigt neben Potenzialen und Risiken verschiedene Kommunikationsstrategien der Gesundheitsförderung auf.

Zum Handbuch

Die Gesundheitswissenschaften analysieren Determinanten von Gesundheit und Krankheit. Sie leiten daraus Konzepte zur Verbesserung der Gesundheit von Bevölkerungsgruppen und ihrer gesundheitlichen Versorgung ab. Dabei verbinden die Gesundheitswissenschaften biomedizinische mit sozial- und verhaltenswissenschaftlichen Theorien und Methoden.

Das Handbuch Gesundheitswissenschaften hat sich als führendes Kompendium, Lehrbuch und Nachschlagewerk bewährt. Es hat dazu beigetragen, dass sich die Gesundheitswissenschaften als interdisziplinäres Lehr- und Forschungsgebiet fest etablieren konnten.

Claudia Lampert, Eva Baumann und Betttina Fromm haben bereits für die 5. Auflage des Handbuchs einen Überblick über das Themenfeld Gesundheitskommunikation eingebracht. Für die neue Auflage wurde dieser nun grundlegend überarbeitet.

Baumann, E.; Lampert, C.; Fromm, B. (2026): Gesundheitskommunikation. In: Razum, O.; Kolip, P.; Mc Call, Timothy; Nowak, A. (Hrsg.): Handbuch Gesundheitswissenschaften. 8. Auflage, 499-530. Weinheim: Beltz, Juventa. https://www.beltz.de/fachmedien/sozialpaedagogik_soziale_arbeit/produkte/details/57647-handbuch-gesundheitswissenschaften.html

Überblick

Autoren

Erscheinungsdatum

27.01.2026

Art der Publikation

  • sonstige Publikation
  • Sonstiges

Forschungsprogramm:

FP 3 Wissen für die Mediengesellschaft

Kompetenzbereich:

Kompetenzbereich Gesundheitskommunikation

Beteiligte Personen:

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