BRC039 Der Fall Relotius

Der Fälschungsskandal rund um Claas Relotius hat Ende des Jahres 2018 die Medienwelt ordentlich aufgewühlt. Einige Wochen sind seither vergangen, mit etwas Abstand blickt nun die Journalismusforscherin Prof. Dr. Wiebke Loosen im aktuellen BredowCast auf den Skandal.

Wiebke Loosen beschreibt, wie sie die Enthüllungen als Journalismusforscherin erlebt hat und warum sie den Fall vor allem als Einzelfall betrachtet, statt ihn als Beleg für ein grundsätzlich gescheitertes Mediensystem zu verstehen. Gleichzeitig nimmt sie die Reportage als journalistische Darstellungsform in den Blick. Gerade weil sie auf gründlicher Recherche vor Ort beruht, könne sie eine wichtige Antwort auf einen Journalismus sein, der zunehmend vom Schreibtisch aus betrieben wird. Der Fall Relotius zeigt für Wiebke Loosen deshalb nicht, dass Reportagen überholt sind, sondern macht die Anforderungen an journalistische Sorgfalt und Medienethik besonders deutlich.

Verweise

Haller, M. (2008): Die Reportage>: https://www.halem-verlag.de/die-reportage/

Journalistenpreise.de: https://meedia.de/2018/12/21/500-journalistenpreise-alpha-jurys-und-der-fall-relotius-was-passiert-wenn-sich-eine-branche-durch-eitelkeit-auszeichnet/

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Letzte Aktualisierung: 28.10.2026

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