Diese Leibniz Media Lecture wird ausgerichtet vom Standort Hamburg des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ). Dr. Julian Müller, Universität Hamburg, geht in seinem Vortrag der Frage nach, wie sich politische Repräsentation verändert, wenn Repräsentierte zunehmend die Möglichkeit haben, sich selbst zu präsentieren.
Moderation: PD Dr. Jan-Hinrik Schmidt
Zum Vortrag
Demokratische Gesellschaften stehen derzeit vor zahlreichen Herausforderungen: Orte und Medien für politische Auseinandersetzungen wandeln sich, etablierte Muster sozialer und politischer Identifikation wie Parteibindungen und Milieuzugehörigkeiten sind brüchig geworden, und die Vorstellung einer rational deliberierenden Öffentlichkeit wirkt geradezu überholt. Der Vortrag arbeitet einige symptomatische politische Redeweisen der Gegenwart heraus und geht dabei der Frage nach, wie sich politische Repräsentation verändert, wenn Repräsentierte zunehmend die Möglichkeit haben, sich selbst zu präsentieren.
Zur Person
Julian Müller ist Soziologe. Er arbeitet als Senior Lecturer für Soziologische Theorie an der Universität Hamburg und leitet das Forschungsprojekt „Re/Präsentation. Neue Formen der politischen Ansprache und Fürsprache“. Zuletzt sind von ihm Politische Redeweisen (2024, mit Astrid Séville) sowie als Mitherausgeber das Handbuch Theorien der Soziologie (2025, mit Heike Delitz und Robert Seyfert) erschienen.
