Aktuelles
Meldungen, Publikationen, Projekte, Blog-Beiträge & Podcasts aus dem Institut
Wahlen in der wehrhaften Plattform-Demokratie
Die Integrität der Bundestagswahl und zukünftiger europäischer Wahlen war und ist von Einflussnahmen über soziale Netzwerke bedroht. Eine Abhilfe gegen Wahlmanipulationen soll der Digital Services Act (DSA) darstellen. Warum Art. 34-35 DSA den systemischen Risiken dieses Bundestagswahlkampfs allerdings kaum abhelfen konnten, erläutert Jan-Ole Harfst in einem Blog-Beitrag auf dem Verfasssungblog.
Die Rolle von Social Media in der politischen Bildung
Welche Chancen und Risiken hat Social Media für die politische Bildung gerade in Wahlkampfzeiten? In der Zeitschrift "Vogue" hat Prof. Dr. Judith Möller nun dazu Julia Stelzner ein Interview gegeben und sich dabei auf ihre Forschungsarbeiten im HBI bezogen.
Elon Musk, die AfD und das Agenda-Setting der radikalen Rechten im Bundestagswahlkampf 2025
Im Artikel wird erläutert, wie die kommunikativen Interventionen von Elon Musk die mediale Präsenz von Alice Weidel und der AfD erhöhen und wie diese Dynamiken von Mechanismen der digitalen Aufmerksamkeitsökonomie getrieben werden.
Informations- und politische Engagementpraktiken benachteiligter Jugendlicher
In der Studie mit dem englischsprachigen Originaltitel „Disinterested and Disillusioned? Information and political engagement practices of young people from disadvantaged backgrounds“ werden die Informations- und Partizipationspraktiken junger Menschen mit niedrigem formalem Bildungsniveau untersucht.
Die Bühne im Kopf
Hans-Ulrich Wagner und Hörspielmacher Klaus Buhlert sprechen im Online-Magazins LEIBNIZ über 100 Jahre Hörspiel, veränderte Hörgewohnheiten und erläutern, warum es wichtig ist, dass unsere Gesellschaft sich anspruchsvolle Hörspiele als "Teil einer kulturellen Heimat" leistet.
Wie informieren sich junge Wählerinnen und Wähler?
Klassische Medien wie Radio und Fernsehen spielen in der politischen Bildung weiterhin eine Rolle, werden jedoch zunehmend durch soziale Medien ergänzt – und teils auch ersetzt. Was bedeutet das für die anstehende Bundestagswahl? Wie informieren sich junge Wählerinnen und Wähler? Darüber spricht Leonie Wunderlich in der neuen Folge von "Tonspur Wissen - der Podcast von Rheinischer Post und Leibniz-Gemeinschaft".
„Wir müssen nicht den Abgesang auf die Demokratie anstimmen“
Wie gefährlich sind Desinformationskampagnen? Der Rechtswissenschaftler Matthias Kettemann hält den oft beschworenen Zusammenhang zwischen Fehlinformationen und „Demokratiegefährdung“ für fragwürdig. Im Gespräch mit Anna Henschel auf dem Portal Wissenschaftskommunikation.de nimmt er Bezug auf Forschungsergebnisse, die er jüngst veröffentlicht hat.
Wenn Filter das Körperbild verzerren
Dank Beauty-Filtern sind junge Menschen auf Social Media mit oft unrealistischen Schönheitsidealen konfrontiert. Dies kann Körperbildstörungen und Essstörungen begünstigen. Sollten also bearbeitete Bilder gekennzeichnet werden? Keine gute Idee, sagt ein Gutachten des HBI im Auftrag der KJM: Die rechtlichen Anforderungen an eine durchsetzbare gesetzliche Regelung sind hoch, die positiven Wirkungen einer Kennzeichnung umstritten. Statt einer rechtlichen Kennzeichnungspflicht könnten etwa die Algorithmen der Plattformen so angepasst werden, dass sie vielfältigere und realistischere Körperdarstellungen fördern.
Kennzeichnung von bearbeiteten (Influencer-)Fotos: Erforderlichkeit, Wirkung, Regelungsansätze
Müssen, sollen, dürfen digital bearbeitete Fotos in sozialen Medien gekennzeichnet werden? Im Auftrag der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) untersuchte das HBI die Notwendigkeit einer gesetzlichen Kennzeichnungspflicht für bearbeitete Fotos und Videos. Das Gutachten wurde am 5. Februar 2025 der Öffentlichkeit vorgestellt und ist hier als Arbeitspapier zum Download verfügbar.
Termine
Ist das (noch) Journalismus?
31. Januar 2026Anna von Garmissen stellt beim Journalismustag der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) die Ergebnisse der bislang größten Befragung unter "peripheren Medienakteur*innen" im deutschsprachigen Raum vor. In dem Vortrag „Influencer*innen, Content Creators, Gründer*innen: Ist das (noch) Journalismus?“ erläutert sie, wie sich diese Medienschaffenden vom journalistischen Kern unterscheiden.