Aktuelles
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Social Media erst ab 16?
In Australien tritt am 10. Dezember 2025 ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige in Kraft. Auch in Deutschland wird über ein solches Verbot diskutiert. Aber wäre so ein Totalverbot rechtlich möglich und wäre es überhaupt sinnvoll? Stephan Dreyer und Kira Thiel erläutern, welche Hürden und Gefahren mit einem Totalverbot verbunden wären und zeigen Alternativen zu einem Verbot auf.
Digital Constitutionalism neu gedacht
In einem Kapitel des Oxford Handbook of Digital Consitutionalism beleuchten Matthias C. Kettemann und Anna Sophia Tiedeke die Idee des Digital Constitutionalism aus der Perspektive verschiedener Normativitäten – also der Vielfalt an Regeln, Werten und Ordnungsprinzipien, die den digitalen Raum prägen.
Social-Media-Verbot nur auf EU-Ebene möglich
Medienrechtler Stephan Dreyer erläutert die rechtlichen Hürden für ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige in Deutschland. Die deutsche Politik, so Stephan Dreyer, habe in diesem Bereich aufgrund des Anwendungsvorrangs des 2024 in Kraft getretenen Digital Services Act (DSA) der europäischen Union keinerlei Regelungskompetenz. Ein Verbot könne daher nur auf EU-Ebene umgesetzt werden.
Babys und Kleinkinder als Family Influencer
Wie Babys und kleine Kinder bis zu 5 Jahren auf Instagram, TikTok und YouTube in geschäftsmäßigen deutschsprachigen "Family Influencing"-Profilen dargestellt werden, untersucht das HBI qualitativ und quantitativ. Ein Team um Claudia Lampert und Stephan Dreyer diskutiert die Ergebnisse mit Blick auf den bestehenden Rechtsrahmen und medienethische Überlegungen.
Herzliche Glückwünsche, Martin Fertmann!
Martin Fertmann hat seine rechtswissenschaftliche Dissertation zum Thema "Menschenrechtssozialisation auf Online-Plattformen – Zur Selbst- und Fremdbeschreibung des 'Meta Oversight Board'“ erfolgreich verteidigt. Wir gratulieren sehr herzlich!
Recht der Digitalisierung
Kann den zentralen Herausforderungen der Digitalisierung mit Recht begegnet werden? Die Beiträge in dem von Prof. Dr. Matthias C. Kettemann herausgegebenen Band zeigen, welche neuen Rechtsgebiete von Bedeutung sind, wie KI reguliert werden kann, welche Rolle digitale Dienste haben und wie gute Technologiepolitik und sinnvolles Innovationsrecht aussieht.
Christian Ollig gewinnt Deutschen Studienpreis
Christian Ollig erhält den mit 25.000 Euro dotierten 1. Preis des Deutschen Studienpreises 2025 der Körber-Stiftung in der Sektion Geistes- und Kulturwissenschaften. In seiner an der Universität Hamburg und am HBI erstellten medienrechtlichen Doktorarbeit hat er anhand des Digital Services Act der EU untersucht, wie Menschen ihre Grundrechte, etwa die Meinungsfreiheit, auf Online-Plattformen durchsetzen können.
Nun auch auf Bluesky!
Wir sind nun auch auf Bluesky unter @bredowinstitut.bsky.social zu finden. Bluesky gefällt uns, weil es auf einem dezentralen Protokoll basiert und damit eine föderierte Architektur ermöglicht. Viele unserer Freund*innen und Stakeholder sind bereits dort, und die Plattform wächst. Es wäre daher schön, wenn wir uns künftig auch auf Bluesky sehen und vernetzen!
Wie die Presse über Hans Bredow im Rundfunkprozess 1934/35 berichtete
Eine Recherche von Clara Schütze und Hans-Ulrich Wagner in den digitalen Beständen des deutschen Zeitungsportals zeigt, wie schnell sich das Bild von Hans Bredow vom "Vater“ zum "Rabenvater“ des Rundfunks im sog. Rundfunkprozess, der 1934/35 gegen ihn geführt wurde, wandelte.