Aktuelles
Meldungen, Publikationen, Projekte, Blog-Beiträge & Podcasts aus dem Institut
Nachrichtennutzung, Nachrichtenvermeidung und digitale Öffentlichkeiten
Wie informieren sich Menschen heute? Wer vermeidet Nachrichten und warum? Welche Kommunikationslogiken bestimmen analoge und digitale Medien? Mit diesen Fragen hat sich das HBI im Rahmen der diesjährigen Hamburger Woche der Pressefreiheit befasst und gemeinsam mit dem DJV Nord zwei öffentliche Diskussionsabende ausgerichtet.
Der Klimadiskurs in sozialen Medien
Das Social Media Observatory (SMO) hat für den zweiten Zusammenhaltsbericht des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) die Dynamiken des Klimadiskurses in den sozialen Medien untersucht. Dabei stellte es fest, dass klimaskeptische Positionen und Desinformation in Social Media-Debatten häufig vorkommen. Gleichzeitig zeigt sich, dass diese Positionen in der Gesamtgesellschaft deutlich weniger verbreitet sind.
DigiMeet 2025: Plattform-Governance und Macht
Welche aktuellen Entwicklungen sind in der globalen Plattform-Governance zu verzeichnen? Dieser Frage ging das Digitalisation Research and Network Meeting (DigiMeet) nach, organisiert vom HBI, dem bidt, dem CAIS und dem WI. 60 Promovierende und Postdoktorand*innen nahmen an der virtuellen Veranstaltung am 6. November teil und präsentierten ihre Forschung.
Perspektiven von Krebspatient*innen auf fertilitätserhaltende Maßnahmen
Die Erhaltung der Fertilität stellt für Krebspatient*innen eine große Herausforderung dar. Eine qualitative Analyse von Social-Media-Beiträgen bietet Einblicke in die Erfahrungsberichte von Patient*innen und gibt Anhaltspunkte für eine bedarfsgerechte Fertilitätsberatung.
KI in der medienpädagogischen Sozialisationsforschung
Kommunikative KI hat bereits in verschiedenen Formen Einzug in den medialen Alltag von Kindern und Jugendlichen gehalten. Der Beitrag, basierend auf Ergebnissen der ConKids-Langzeitstudie, zeigt allerdings auch, dass die KI-Anwendungen je nach Alter und Haltung der Eltern sehr unterschiedlich in die Medienrepertoires der Kinder und Jugendlichen aufgenommen wurden.
Medienbiografien von Kindern werden immer individueller
Hamburg, 26.11.2025. Die Medienwelten von Kindern und Jugendlichen haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Dem ersten eigenen Smartphone kommt nach wie vor eine zentrale Bedeutung zu, doch die Nutzung einzelner Medien sowie die Abfolge ihrer Anschaffung oder Bereitstellung verlaufen unterschiedlich. Dies führt zu vielfältigeren Medienensembles und zu individualisierten Medienbiografien von Kindern.
Expertenkommission soll Schutz von Prostituierten verbessern
Bundesministerin Karin Prien hat die unabhängige Expertenkommission zum Schutz von Prostituierten einberufen, um die Situation von Menschen, die in der Prostitution tätig sind, zu verbessern. Matthias C. Kettemann berät im Bereich des Onlineschutzes bei Sexarbeit und der Rolle von Plattformen.
Wie wachsen Kinder und Jugendliche in einer mediatisierten Welt auf?
Wie verändert sich die Mediennutzung bei Heranwachsenden im Alter von 6 bis 15 Jahren und wie wirken sich ihre Mediengewohnheiten auf ihre sozialen Beziehungen aus? Im BredowCast erläutern Claudia Lampert, Rudolf Kammerl und Katrin Potzel die Ergebnisse des Langzeitprojekts „Connected Kids. Sozialisation in einer sich wandelnden Medienumgebung“.
Junge Menschen auf TikTok – zwischen Wertschätzung und Widerstand
Hamburg, 24.11.2025. Junge Menschen nutzen TikToK häufig auch als Nachrichtenquelle, sind sich aber nicht immer bewusst, dass sie durch den TikTok-Algorithmus vielfältigen Manipulationen ausgesetzt sein können. Eine neue qualitative #UseTheNews-Studie des HBI zeigt, wie Jugendliche und junge Erwachsene die Plattform nutzen und mit dem Algorithmus interagieren.
Termine
Mediengeschichtliche Lunchtalks
21. Mai 2026Das internationale Forscher*innennetzwerk Entangled Media Histories (EMHIS), an dem das HBI als Partner beteiligt ist, hat für das Frühjahr ein Online-Seminarprogramm zu mediengeschichtlichen Themen zusammengestellt. Am 21. Mai geht es um das Zusammenspiel von Sirenen, Radio und staatlichen Informationsstrategien in Schweden zwischen 1930 und 1960.
Verantwortung von Medien in Zeiten von Demokratie und autoritärer Herrschaft
22. Mai 2026Hans-Ulrich Wagner spricht auf dem „Forum Demokratie und Erinnerungskultur“ über die Rolle der journalistischen Medien in der Erinnerungskultur. Im Zuge der Veranstaltung wird die Frage diskutiert, was Verantwortung der Medien und ihrer Nutzer*innen heute bedeutet, besonders für eine kritische Erinnerungskultur.
Context Collapse
Gesellschaftliche Vielfalt und politische Meinungsbildung
28. Mai 2026Wie gelingt politische Meinungsbildung in einer vielfältigen Gesellschaft? Dieser Frage widmet sich diese Ausgabe der Salonreihe Context Collapse, zu der der Standort Hamburg des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) zusammen mit den Bücherhallen Hamburg einlädt. Eine Diskussionsveranstaltung mit Expert*innen-Inputs von Jan Rau, HBI, und Hannah Göppert, Initiative Offene Gesellschaft.
#LeibnizMediaLecture
Neue politische Redeweisen und der Wandel politischer Repräsentation
16. Juni 2026Diese Leibniz Media Lecture wird ausgerichtet vom Standort Hamburg des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ). Dr. Julian Müller, Universität Hamburg, geht in seinem Vortrag der Frage nach, wie sich politische Repräsentation verändert, wenn Repräsentierte zunehmend die Möglichkeit haben, sich selbst zu präsentieren.
HH-Mediensymposium
Wo Suche und KI aufeinandertreffen – und Medien verstummen könnten
25. Juni 2026Welche Auswirkungen haben das Aufeinandertreffen von traditioneller Internetsuche und generativer künstlicher Intelligenz auf das Informations-Ökosystem? Diese Frage steht im Zentrum des 16. Hamburger Mediensymposiums, veranstaltet vom HBI sowie der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) und der Handelskammer Hamburg. Weitere Informationen zum Programm folgen in Kürze.