Dr. Hans-Ulrich Wagner spricht auf dem „Forum Demokratie und Erinnerungskultur“ über die Rolle der journalistischen Medien in der Erinnerungskultur. Im Zuge der Veranstaltung wird die Frage diskutiert, was Verantwortung der Medien und ihrer Nutzer*innen heute bedeutet, besonders für eine kritische Erinnerungskultur.
Von Hugenberg bis Musk: Verantwortung von Medien in Zeiten von Demokratie und autoritärer Herrschaft
Das Wirklichkeitsverständnis in modernen Demokratien ist in zentraler Weise von der Qualität der Massenmedien – von den klassischen bis zu den interaktiven digitalen Angeboten – und der Arbeit von Journalisten*innen abhängig: Wie nehmen wir unsere Gesellschaft und ihre Geschichte wahr? Welche Probleme sind vorrangig? Welche Konflikte bedrohen die freiheitliche Demokratie? Globale Online-Plattformen prägen heute Märkte und öffentliche Debatten wie nie zuvor. Mit den rasenden technologischen Entwicklungen wachsen jedoch auch die politischen und ethischen Herausforderungen, auch im Umgang mit Geschichte, Erinnerung und Gedächtnis.
Wie soll mit der Flut von Informationen, gezielten Desinformation und Fakes umgegangen werden, wie lassen sich Ressourcen der Resilienz stärken? Was heißt Verantwortung der Medien und ihrer Nutzer*innen heute, besonders für eine kritische Erinnerungskultur?
Programm
Die Rolle der journalistischen Medien in der Erinnerungskultur – nicht nur ein historischer Abriss
Dr. Hans-Ulrich Wagner, Leibniz-Institut für Medienforschung/Hans-Bredow-Institut, Hamburg
NS‑Vergangenheit im Social‑Media‑Sog: Wer steuert die Erinnerung? Erinnerungskultur, Verantwortung und digitale Öffentlichkeit
Dr. Iris Groschek, Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen