Beim Leibniz Media Lunch Talk spricht Dr. Marina Beermann von Cociety über die Frage, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt in Zeiten zunehmender Polarisierung gestärkt werden kann. Unter dem Titel „Beziehungsstatus kompliziert – Wie demokratischer Zusammenhalt gelingen kann“ stellt sie Ergebnisse einer zweijährigen Untersuchung zur gesellschaftlichen Konfliktbearbeitung im Rahmen eines Dialogformats vor. Dieser Leibniz Media Lunch Talk wird ausgerichtet vom Standort Hamburg des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ).
Moderation: Dr. Jan-Hinrik Schmidt
Zum Vortrag
Vielfältige Krisen, zunehmende Polarisierungstendenzen und der Rückzug in soziale Blasen setzen unsere Demokratie und unser gesellschaftliches Miteinander unter Druck. Macht uns strukturierte gesellschaftliche Konfliktbearbeitung – also der gezielte Austausch zu Konfliktthemen mit unterschiedlichsten Menschen – resilienter?
Cociety hat dies zwei Jahre lang mit einem Bürgerpanel aus 100 Hamburger*innen wirkungsorientiert erforscht. Das Ergebnis: Durch einen gezielten gesellschaftlichen Aushandlungsprozess lässt sich gesellschaftliche Resilienz messbar stärken – unabhängig von Alter, Bildung oder politischer Haltung. Konkret gefördert werden die Resilienzfaktoren: Offenheit, kritisches Denken und Verantwortungsbereitschaft.
Über die Referentin
Dr. Marina Beermann studierte Ökologische Ökonomie in Oldenburg, Basel und Siena und promovierte zu unternehmerischer Resilienz im Kontext der Klimafolgenforschung. Als Fachbereichsleiterin leitete sie beim WWF die strategische Partnerschaft mit Deutschlands größtem Lebensmitteleinzelhändler EDEKA. Seit 2023 ist die Expertin für Transformation Geschäftsführerin von Cociety, einer gemeinnützigen Organisation aus Hamburg mit dem Ziel, gesellschaftliche Resilienz zu stärken. Ihr Stifter ist Prof. Dr. Michael Otto.
Foto: (c) Cociety gGmbH

