Wie viel Entscheidungsmacht sollten Erwachsene über die digitalen Praktiken junger Menschen haben? Im Rahmen der Hamburger Horizonte 2026 lädt das HBI zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Online-Sicherheit von Jugendlichen ein. In zwei Impulsen und einer Fishbowl diskutieren Expert*innen und Interessierte: Wie lassen sich Jugendschutz und Selbstbestimmung online vereinbaren? Was dürfen und müssen Erwachsene entscheiden? Wie können wir Jugendliche einbeziehen?
Nach zwei Impulsen aus Rechtswissenschaft sowie Partizipations- und Inklusionsforschung sind ausdrücklich auch die Besucher*innen eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.
Es präsentieren und diskutieren:
- Dr. Stephan Dreyer, Senior Researcher für Medienrecht und Media Governance am HBI. Er erforscht die rechtliche Rahmung des Aufwachsens von Kindern in digitalen Medienumgebungen. Angesichts neuer Technologien, Angebotsstrukturen und Nutzungspraktiken untersucht er medienregulatorische und kinderrechtliche Fragestellungen in den Schnittbereichen von Kinder- und Jugendmedienschutz, technischen und KI-basierten Ansätzen für Sicherheit, sowie Aspekten des Kinderdatenschutzes.
- Jutta Croll, Vorstandsvorsitzende und Mit-Gründerin der Stiftung Digitale Chancen. Sie beschäftigt sich mit Kinderschutz und Kinderrechten im digitalen Umfeld, u.a. mit der Entwicklung eines zeitgemäßen Kinder- und Jugendschutzes unter Berücksichtigung aktueller technischer Entwicklungen ebenso wie der Rechte von Kindern. Mit ihrer Stiftung setzt sie sich in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft dafür ein, dass alle Menschen an den Chancen der digitalen Transformation unserer Gesellschaft teilhaben.
- Kira Thiel, wissenschaftliche Mitarbeiterin am HBI. In der Forschungsgruppe Aufwachsen in digitalen Medienumgebungen erforscht sie die vielfältigen Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt.
- Andreas Hedrich, Medienpädagogik und Ästhetische Bildung, Universität Hamburg
Junge Menschen moderieren und sind im Panel vertreten. Eingeladen sind Eltern, pädagogische Fachkräfte, alle Interessierten und ausdrücklich Kinder und Jugendliche, die mitreden wollen.