Aufwachsen in digitalen Medienumgebungen

Wie verändern die fortschreitende Digitalisierung und tiefgreifende Mediatisierung das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen? Welche Rolle spielen soziale Medien, Online-Plattformen und Künstliche Intelligenz für Identitätsentwicklung, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe? Und wie lassen sich Online-Erfahrungsräume für Heranwachsende sicher gestalten?

Die Forschungsgruppe „Aufwachsen in digitalen Medienumgebungen“untersucht, wie junge Menschen digitale und KI-gestützte Medien in ihrem Alltag nutzen, welche Chancen und Risiken sich daraus ergeben, wie sie mit den digitalen Herausforderungen umgehen und welche Konsequenzen dies für Medienbildung, Kinderrechte und den Kinder- und Jugendmedienschutz hat. Kennzeichnend ist ein interdisziplinärer Forschungsansatz, der kommunikations-, sozial- und rechtswissenschaftliche Perspektiven miteinander verbindet.

Besondere Aufmerksamkeit widmet die Forschungsgruppe den Veränderungen, die durch datenbasierte Systeme und Künstliche Intelligenz für das Aufwachsen in digitalisierten Gesellschaften entstehen. Im Youth Lab (Y-Lab) arbeitet die Forschungsgruppe partizipativ mit Kindern und Jugendlichen zusammen. Gemeinsam werden neue Technologien erprobt sowie Erfahrungen, Erwartungen und Nutzungspraktiken analysiert. In Kombination mit klassischen Forschungsmethoden wird so ein vertieftes Verständnis von der Bedeutung digitaler Medien und KI-gestützter Technologien für junge Menschen gewonnen.

Das geplante Observatory for Young People in Digitised Societies soll einen langfristigen Forschungs- und Beobachtungsrahmen für die Analyse digitaler Transformationsprozesse und ihrer Folgen für junge Menschen schaffen. Es führt interdisziplinäre Erkenntnisse aus relevanten – auch eigenen Projekten – zusammen, identifiziert neue Entwicklungen und Trends und stellt wissenschaftlich fundiertes Wissen für Politik und Gesellschaft zur Weiterentwicklung von Medienbildung sowie des Kinder- und Jugendmedienschutzes bereit.

Leiter*innen der Forschungsgruppe: Dr. Stephan Dreyer und Dr. Claudia Lampert

Übersicht

Letzte Aktualisierung: 22.09.2026

Beiträge, Meldungen, Projekte, Publikationen, Episoden

Call for Papers für M&K-Themenheft

Communicative AI as Methodological Toolbox and Research Companion

Die Redaktion von M&K ruft auf zur Einreichung von Beiträgen für eine englisch-sprachige Sonderausgabe von M&K zu "Communicative AI as Methodological Toolbox and Research Companion". Als Gastherausgeber*innen fungieren Stephanie Geise, Marko Bachl, Merja Mahrt und Annie Waldherr.

Hans-Ulrich Wagner
Beitrag in der WDR-Sendung „Aktuelle Stunde“

80 Jahre Radiosendung „Echo des Tages“

Wie sollte sich Hörfunk-Journalismus nach dem Nationalsozialismus anhören? Welche Voraussetzungen mussten Journalist mitbringen, um den Neuanfang mitzugestalten? Darüber spricht der Medienhistoriker Hans-Ulrich Wagner in der WDR-Sendung „Aktuelle Stunde“ anlässlich des 80. Jubiläums der Radiosendung „Echo des Tages“.

Podcast Bild: Portrait Hans-Ulrich Wagner
Podcast „historycast“

Thomas Manns BBC-Reden aus dem Exil und der Rundfunk der Nachkriegszeit

Im historycast spricht Moderator Heiner Wember mit dem Medienhistoriker Hans-Ulrich Wagner zum einen über die Wirkung von Thomas Manns Reden „Deutsche Hörer“, die damals über den Auslandsdienst der BBC ausgestrahlt wurden, und zum anderen über die Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die demokratische Entwicklung in Deutschland bis heute.

Verkabelte und vernetzte Systeme in einem Rechenzentrum.
Beitrag im Leibniz-Magazin

Wie kann die KI-Entwicklung sicherer werden – und gerechter?

Matthias C. Kettemann erläutert in seinem Artikel, es sei gut, dass Dario Amodei, Sam Altman und Elon Musk langsamer werden wollen. Aber: „Wichtig ist, dass sie die Zeit, die sie gewinnen wollen, mit denen teilen, die sie am dringendsten brauchen, um jene Kapazitäten und Kompetenz zu erwerben, die eine private wie staatliche KI-Nutzung zum Wohle aller ermöglicht.“

Jan Rau
Interview für The Guardian

Wie Elon Musk den Wahlsieg der AfD unterstützt hat

Jan Rau erläutert in der englischsprachigen Tageszeitung The Guardian, wie die AfD von Elon Musk profitiert und warum der Einfluss dennoch begrenzt ist. Die Dynamiken der medialen Aufmerksamkeit untersucht er im Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt am HBI.

Lego-Figuren in einem Sitzungssaal mit EU-Flaggen im Hintergrund eine Figur hält ein Schild mit der Aufschrift 'EU KIDS Act'
Beitrag im Media Research Blog

Der geplante EU KIDS Act – Überblick und Einordnung

In seinem Blogbeitrag gibt Stephan Dreyer einen Überblick über den EU KIDS Act als europaweiten Rechtsrahmen für den Online-Jugendmedienschutz und ordnet ihn ein. Der EU KIDS Act ist, so Stephan Dreyer, der bislang weitreichendste Versuch einer gesetzlichen Einhegung der Gestaltung von einer Vielzahl von Online-Diensten mit dem Ziel des Kinder- und Jugendmedienschutzes.

Portrait von Stephan Dreyer
Kinder – und Jugendschutz

EU KIDS Act – Vorschlag zur Regulierung sozialer Medien

Die EU-Kommission legt mit dem EU KIDS Act „nicht weniger vor als einen umfassenden EU-Ordnungsrahmen für den Jugendmedienschutz im digitalen Raum“, erläutert Stephan Dreyer in seinem Statement für das Science Media Center. Mit dem Verordnungsentwurf will die EU-Kommission neue Vorgaben für digitale Dienste durchsetzen, um Kinder und Jugendliche besser zu schützen.

oranges Reklameschild, das für die App Molo wirbt, an einer Bushaltestelle
Forschung wird praktisch

Vom Forschungsprojekt zur dauerhaften Plattform: molo bleibt

Bremen / Hamburg / Leipzig, 09.09.2026. Die Plattform molo (kurz für moving local) wird nach dreieinhalb Jahren gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsarbeit an der Universität Bremen weitergeführt und für neue Städte, Medien und Vereine geöffnet. Die gemeinwohlorientierte App bündelt lokale Informationen und ist inzwischen deutschlandweit, kostenlos, werbefrei und ohne Anmeldung nutzbar.

Portrait von Prof. Dr. Matthias Kettemann
Experten-Statement für das SMC

Muss KI-Entwicklung gebremst werden?

Matthias Kettemann erläutert in seinem Statement für das Science Media Center, der Vorschlag des Anthropic-CEOs Dario Amodei für eine kontrollierte Verlangsamung aktueller KI-Entwicklung sei ernster zu nehmen als frühere "Pause"-Appelle, weil er nicht vage nach einem Stopp ruft.

Jugendlicher liegt bäuchlings in eine Decke gewickelt und schaut bei schwachem Licht in einen leuchtenden Laptop
Beitrag im Media Research Blog

Was bedeutet es heute wirklich, mit dem Internet aufzuwachsen?

Das Forschungsnetzwerk EU Kids Online hat in seiner internationalen Vergleichsstudie neue Befunde zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen veröffentlicht. Claudia Lampert und Brian O’Neill erklären die komplexen Ergebnisse in einem englischsprachigen Blogartikel, der die Erfahrungen der jungen Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Portrait Azade Kakavand
Interview auf radioeins

Wie die AfD TikTok für den Wahlkampf nutzt

Am 6. September hat Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag gewählt. Azade Kakavand hat im Vorfeld der Wahl die Präsenz der Parteien auf TikTok untersucht und erläutert in der Sendung „Das Medienmagazin“ (radioeins, rbb), warum die AfD auch auf TikTok eine große Reichweite erzielen konnte.

Cover der Zeitschrift Ligante, Ausgabe 9
Beitrag in der Zeitschrift Ligante

Soziale Medien und der Wandel der gesellschaftlichen Verständigungsordnung

Der Beitrag von Jan-Hinrik Schmidt argumentiert, dass wir einen tiefgreifenden Wandel unserer gesellschaftlichen Verständigungsordnung erleben. Es kommt darauf an, die gesellschaftliche Verständigungsordnung resilient zu machen. Medientechnologien und Medieninstitutionen müssten so gestaltet sein, dass sie dem demokratischen Gemeinwohl dienen können und nicht autoritären Ideologien oder einer reinen ökonomischen Gewinnmaximierung.

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