Das war unser Hausbesuch

Am Freitag, den 17. April, öffneten wir unsere Türen für Wegbegleiter und Kooperationspartnerinnen sowie für unsere neue Nachbarschaft. Seit dem Einzug in unser neues Gebäude in der Warburgstraße 30 B im Dezember 2025 hat sich viel getan: Aus weißen, leeren Räumen sind lebendige, einladende Büros geworden, und die Flure haben sich zu Orten der Begegnung entwickelt.

Es war uns eine große Freude, unsere Forschungstätigkeiten und Vermittlungsformate vorzustellen und den neuen Standort als Raum für agile Arbeitsformen und zeitgemäße Forschung erlebbar zu machen. Netzwerk- und Praxispartner, Nachbarinnen und Förderer haben den neuen HBI-Standort erkundet und sind mit uns und miteinander ins Gespräch gekommen.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die den Umzug ermöglicht und diesen Tag zu einem ganz Besonderen gemacht haben.

Sehr gefreut haben wir uns über den Besuch von Dr. Eva Gümbel, Staatsrätin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung sowie Vorsitzende unseres Kuratoriums. Hier auf dem Bild die zweite von rechts zusammen mit dem HBI-Vorstand Kristina Hein, Prof. Dr. Wolfgang Schulz und Prof. Dr. Judith Möller (v. l. n. r.).

Eine Research Clinic zum Thema Zweifel, Hintergründe zu Hans Bredow und vielfältige Forschungseinblicke

Nach Willkommensworten des HBI-Vorstands öffnete eine Research Clinic den Raum, um Zweifel als analytische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Kategorie zu untersuchen. Ziel war es, den Begriff Zweifel sichtbar, diskutierbar und forschungsfähig zu machen. So wurde an verschiedenen Stationen diskutiert: Wie entsteht Zweifel an Institutionen, und wie lässt er sich adressieren? Wer entscheidet, was gesellschaftlich wichtig wird? Welche Dynamiken prägen Informationsverhalten, und welche Rolle spielen individuelle Unterschiede? Welche Verschiebungen entstehen durch generative KI? Die Ergebnisse der Clinic werden in Kürze auf unserem Media Research Blog veröffentlicht.

Im Anschluss machten Stationen auf den Etagen die vielfältige Forschung am HBI sichtbar. Neben Infopoints zum Digital Services Act (DSA), dem Kooperationsprojekt #UseTheNews und dem Hamburger Standort des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ), zeigte beispielsweise der Reuters Institute Digital News Report, welche Nachrichtenquelle in Deutschland am häufigsten genutzt wird. Das Ergebnis: das lineare Fernsehen. Im Denkraum „Social Media Plattformen als paradoxe Angebote“ ging es um die Logiken des Social Web – und damit beispielsweise um die Paradoxie, wie man durchaus das Gefühl haben kann, Algorithmen beeinflussen zu können, obgleich ihre technische Funktionsweise kaum transparent ist.

Ergänzt wurde das Programm um ein Wissenschaftskino, das im Rahmen von „Sneak Reviews“ abgeschlossene Projekte im audiovisuellen Format präsentierte, sowie Hörstationen im BredowCast-Studio. Hier war auch eine Podcastfolge zu hören, in der unser Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftlicher Direktor Wolfgang Schulz im Juni 2025 anlässlich des 75-jährigen HBI-Jubiläums mit Blick auf den Umzug und den neuen Standort sagte:

„Wir sind gerne Gastgeber und hoffen, dass wir dann viele Veranstaltungen machen können und Leute zu uns einladen, von denen wir lernen können.“

In diesem Sinne war der Hausbesuch ein Auftakt. Wir freuen uns nun öfter in der Gastgeberrolle zu sein.

Impression der Research Clinic zum Thema „Zweifel“
Moritz Wiechert erläutert seine Forschung im Projekt „Die Verrechtlichung kommunikativer künstlicher Intelligenz“
Dr. Hans-Ulrich Wagner und Clara Schütze informieren über den Werdegang von Hans Bredow.
Dr. Azade Kakavand gibt einen Einblick in die Forschung des Media Research Methods Lab (MRML) mit Netzwerkvisualisierungen zur Verbreitung von Narrativen über die Zeit und Analysen zur Demokratie-Semantik im politischen Diskurs.
Ein „KI-Kummerkasten“ aus dem Projekt „Journalismus: Die Automatisierung der Nachrichten und journalistische Autonomie“ lud kurz vor seinem Einsatz auf der re:publica 2026 – zum Einwurf von Sorgen rund um künstliche Intelligenz ein und wurde zum Ausgangspunkt lebhafter Gespräche.
Prof. Dr. Florent Thouvenin, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, an einer Hörstation des BredowCast.

Fotos: Leibniz-Institut für Medienforschung / Jann Wilken

Letzte Aktualisierung: 24.04.2026

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