Reuters Institute Digital News Report

Die jährliche internationale Repräsentativbefragung des Reuters Institute in Oxford untersucht die Nachrichtennutzung zeigt generelle Trends und nationale Besonderheiten der Entwicklungen. Das Leibniz-Institut für Medienforschung erstellt die deutsche Teilstudie hierfür.

Die aktuelle Medienlandschaft wird neben den klassischen Medien durch eine Vielzahl stationärer und mobiler Geräte geprägt, die über das Internet jederzeit und an jedem Ort den Zugang zu nachrichtlichen Informationen ermöglichen. Die dadurch verfügbaren Inhalte und Angebotsformen sind ebenso vielfältig wie deren Anbieter. Seit 2012 untersucht das in Oxford ansässige Reuters Institute for the Study of Journalism im Rahmen des Reuters Institute Digital News Survey, welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf die informationsorientierte Mediennutzung der Bevölkerung haben. Im Vordergrund stehen folgende Fragen: Welche Bedeutung kommt einzelnen Endgeräten, Anbietern und Nachrichtenformen zu? Wie werden Nachrichten gesucht und gefunden? Und wie entwickelt sich die Bereitschaft, für Nachrichten im Internet zu bezahlen?

Aktuelle Ergebnisse

Der internationale sowie der deutsche Bericht für das Jahr 2024 wurden am 17. Juni 2023 veröffentlicht.

Die Studie 2023 wurde unter Koordination des in Oxford ansässigen Reuters Institute for the Study of Journalism zeitgleich in folgenden Ländern realisiert: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Chile, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Hongkong, Indien, Indonesien, Irland, Italien, Japan, Kanada, Kenia1, Kolumbien, Kroatien, Malaysia, Mexiko, Niederlande, Nigeria, Norwegen, Österreich, Peru, Philippinen, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Singapur, Slowakei, Spanien, Südafrika, Südkorea, Taiwan, Thailand, Tschechien, Türkei, Ungarn und in den USA, um generelle Trends, aber auch nationale Besonderheiten erkennen zu können.

Pro Land wurden 2023 rund 2.000 Personen befragt. Insgesamt basiert die Studie in der zehnten Wiederholung auf den Antworten von 93.895 Befragten aus 46 Ländern auf sechs Kontinenten. Die Feldarbeit wurde im Januar 2023 vom Umfrageinstitut YouGov durchgeführt.

Das Leibniz-Institut für Medienforschung ist seit 2013 als Kooperationspartner für die deutsche Teilstudie verantwortlich; die Erhebung im Jahr 2022 wurde wie in den Vorjahren von den Landesmedienanstalten und dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) unterstützt.

Die Ergebnisse zu Deutschland erscheinen jeweils als Arbeitspapier des HBI.

Über die Studie

Seit 2012 untersucht der Reuters Institute Digital News Survey jährlich über Repräsentativbefragungen in mittlerweile 46 Ländern generelle Trends und nationale Besonderheiten der Nachrichtennutzung. Welche Arten von Nachrichten sind von Interesse; welche Geräte und Wege werden genutzt, um diese zu finden; welchen Anbietern wird vertraut und welche Standpunkte vertreten Menschen hinsichtlich der Finanzierung von Journalismus?

Ergebnisse aus früheren Jahren

2023

2022

Der internationale sowie der deutsche Bericht 2022 wurden am 15. Juni 2022 in London veröffentlicht.

2021

Der internationale sowie der deutsche Bericht 2021 wurden am 23. Juni 2021 in London veröffentlicht.

2020

Der internationale sowie der deutsche Bericht 2020 wurden am 16. Juni 2020 in London veröffentlicht.

Die Erhebungen in Deutschland wurden zwischen dem 17. und 30. Januar 2020, also vor der COVID19-Pandemie, vom Umfrageinstitut YouGov durchgeführt. Als getrennte Studie wurde ergänzend dazu durch das Reuters Institute for the Study of Journalism eine Befragung zur spezifischen Nachrichtennutzung unter COVID-19-Bedingungen durchgeführt, auf deren Ergebnisse im deutschen Bericht an ausgewählten Stellen verwiesen wird.

2019

Anlässlich der Veröffentlichung einer Spezialauswertung des Reuters Institute entbrannte im September 2019 eine Kontroverse über die vermeintliche Aussage, die politische Mitte schaue „heute“ und „Tagesschau“ gar nicht mehr. Dies wurde vom Magazin ÜBERMEDIEN am 18.09.2019 unter dem Titel „Linke Programme für ein linkes Publikum? Was die Reuters-Studie wirklich zeigt“ aufgeriffen und richtiggestellt.

Ebenfalls im Magazin ÜBERMEDIEN erschien am 26.11.2019 der Artikel „So links ist das Publikum von „Tagesschau“ und „heute“ wirklich“. Er stützt sich auf eine Stellungnahme, die Prof. Dr. Uwe Hasebrink und Dr. Sascha Hölig, die Autoren der deutschen Teilstudie, im Hinblick auf die „Rolle öffentlich-rechtlicher Nachrichten beim Nachrichtenpublikum“ (pdf) am 21.10.2019 verfasst hatten.

2018

Der internationale sowie der deutsche Bericht 2018 wurden am 14. Juni 2018 in London, New York und Berlin veröffentlicht.

2017

2016

2015

2014

2013

Projektdetails

Überblick

Laufzeit Beginn: 2013; Laufzeit Ende: 2024

Forschungsprogramm: FP 1 Transformation öffentlicher Kommunikation

Beteiligte Personen

Ansprechpartner

Sascha Hölig

Dr. Sascha Hölig

Senior Researcher Mediennutzung

Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)
Warburgstraße 30b
20354 Hamburg

Ähnliche Projekte & Publikationen

Publikation Rezension einer Dissertation

Regierungsamtliche Öffentlichkeitsarbeit in den neuen Medien

Die demokratische Legitimität regierungsamtlicher Öffentlichkeitsarbeit wird seit Jahren in Literatur und Verfassungsgerichtsbarkeit diskutiert. Tobias Mast rezensiert eine jüngst zur Thematik erschienene Dissertation und führt zu den verbreitet zugrunde gelegten empirischen Annahmen die nicht ausgeschöpften Potenziale interdisziplinärer Rechtswissenschaft aus.

Publikation Beitrag für die Friedrich-Ebert-Stiftung

Plattform-Badges für zivile Kommunikation

Digitale Plattformen sind zu zentralen Infrastrukturen politischer Kommunikation und gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse geworden. Jan Raus Beitrag befasst sich mit dem Instrument der Plattform Badges, mit dem Plattformen ihrer Verpflichtung zur Risikominderung nachkommen, indem sie positive Anreize für Nutzende schaffen, bestimmte kommunikative Normen einzuhalten.

Cover des Arbeitspapiers
Publikation Arbeitspapier zum Download

Responsibility in the Platform Quadrangle

Dieses englischsprachige Arbeitspapier von Tobias Mast kommentiert die aktuelle Russmedia-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs und bestimmt Prämissen eines grundrechtsschonenden Verhältnisses der EU-Rechtsakte untereinander.

Cover der Zeitschrift Juristenzeitung
Publikation Artikel in Juristenzeitung

Verantwortung im Plattformviereck

In einem Beitrag für die Juristenzeitung nimmt Tobias Mast die aktuelle Russmedia-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zum Anlass dafür, Prämissen eines grundrechtsschonenden Verhältnisses der EU-Rechtsakte des Digitalen Binnenmarktes untereinander zu bestimmen. 

ein Kabel führt in ein Smartphone
Projekt Projekt mit Helmut Schmidt Universität

Datenerhebung und -auswertung auf TikTok und YouTube

Um Best Practices der Datenerhebung und -auswertung auf Kurzvideoplattformen zu entwickeln, beteiligt sich das Media Research Methods Lab des HBI unter Leitung von Gregor Wiedemann an einem Projekt der Helmut Schmidt Universität, das die Repräsentation der Bundeswehr auf TikTok und YouTube untersucht.

Cover des Themenheftes zur Datafizierung 1/2026 M&K
Publikation M&K Heft 1/2026 im Open Access verfügbar

Zur Datafizierung der Kommunikation

Heft 1/2026 M&K ist als Themenheft „Die Datafizierung der Kommunikation – neue methodische Zugänge und Herausforderungen“ / „The Datafication of Communication – New Methodological Approaches and Challenges“ erschienen. Gastherausgeber*innen sind Julia Niemann-Lenz, Tim Schatto-Eckrodt, Emese Domahidi und Merja Mahrt.

Publikation Beitrag in Sammelband erschienen

Aufwachsen in datenintensiven und automatisierten (Medien-)Umgebungen

In dem von Laura Sūna und Wolfgang Reißmann herausgegebenen Sammelband „Mediensozialisation in ,smarten‘ Umgebungen. Selbst- und Sozialwerdung im Kontext von Datafizierung und Automatisierung“ beleuchtet Claudia Lampert die sich verändernden Nutzungspraktiken sowie mögliche Implikationen für die Sozialisationsforschung und verweist auf die Notwendigkeit inter- bzw. transdisziplinärer Langzeitstudien.

Cover des Berichts "Generative KI aus Sicht von Jugendlichen
Publikation Publikation zum Safer Internet Day 2026

Generative KI aus Sicht von Jugendlichen

Die Nutzung generativer KI – insbesondere ChatGPT – ist inzwischen fest in der Online-Nutzung Jugendlicher verankert. Eine qualitative Studie von Kira Thiel, Claudia Lampert und Eleysa Memis nimmt die Perspektiven Jugendlicher auf generative KI in den Blick und zeigt, welche Bedeutung KI-Anwendungen im Alltag der Jugendlichen zukommt.

Cover des Arbeitspapiers
Publikation Arbeitspapier zum Download

Public Service Media als Dialog-Ermöglicher

Für das Projekt “Dialogformate öffentlich-rechtlicher Medien” hat Magdalena Stratmann eine Literaturanalyse zur "Rolle von Public Service Media als Ermöglichern von Dialog in digitalisierten Gesellschaften" durchgeführt. Diese ist nun als Arbeitspapier zum Download erschienen. 

Vorschau des Artikels von Christian Ollig auf epd Medien
Publikation Artikel für epd Medien

Wie der Digital Services Act (DSA) Plattformen reguliert

US-Politiker werfen der EU vor, sie würde mit dem Digital Services Act (DSA) die Meinungsfreiheit gefährden. Medienrechtler Christian Ollig argumentiert, es verhalte sich umgekehrt: Der DSA schütze die Meinungsbeiträge der Nutzenden vor willkürlicher Zensur durch die Plattformbetreiber und gäbe ihnen auf europäischer Ebene eine rechtliche Grundlage, ihre Meinungsfreiheit gegenüber den großen Plattformbetreibern einzuklagen.

1 2 3 24

Seite 1 von 24

Newsletter

Infos über aktuelle Projekte, Veranstaltungen und Publikationen des Instituts.

Jetzt abonnieren