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Nachrichtennutzung über soziale Medien steigt
Hamburg, 16.06.2026. Die Nachrichtennutzung über soziale Medien steigt, 36 Prozent der deutschen Onliner informieren sich mittlerweile über verschiedene Social-Media-Angebote. KI-Chatbots spielen für die Nachrichteninformation weiterhin nur eine Nebenrolle: Fünf Prozent der Befragten nutzen sie. Insgesamt ist das Nachrichteninteresse trotz leichter Rückläufigkeit nach wie vor hoch. Sowohl der Anteil derjenigen, die mehrmals wöchentlich Nachrichten nutzen (90 %) als auch das allgemeine Vertrauen in Nachrichten (46 %) bleiben stabil. Dies sind Ergebnisse des Reuters Institute Digital News Report 2026, für dessen deutsche Teilstudie das Leibniz-Institut für Medienforschung in Hamburg verantwortlich ist. Insgesamt basiert die Studie auf fast 100.000 Befragten aus 48 Ländern auf sechs Kontinenten. Die Befragung in Deutschland wurde im Januar 2026 durchgeführt.
Reuters Institute Digital News Report
Die jährliche internationale Repräsentativbefragung des Reuters Institute in Oxford untersucht die Nachrichtennutzung zeigt generelle Trends und nationale Besonderheiten der Entwicklungen. Das Leibniz-Institut für Medienforschung erstellt die deutsche Teilstudie hierfür.
Reuters Institute Digital New Report 2026: Ergebnisse für Deutschland
Seit 2012 untersucht der Reuters Institute Digital News Survey jährlich über Repräsentativbefragungen in mittlerweile 48 Ländern generelle Trends und nationale Besonderheiten der Nachrichtennutzung. Das Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut ist als Kooperationspartner verantwortlich für die deutsche Teilstudie, deren Ergebnisse für 2026 nun heruntergeladen werden können.
Trotz unterschiedlicher Meinungen im Gespräch bleiben? Zwei Beispiele aus der Praxis
Ob beim Familienessen oder in der Mittagspause: Unterschiedliche Meinungen gehören zum Alltag. Doch was passiert, wenn Menschen trotz kontroverser Ansichten im Gespräch bleiben? Dieser Beitrag stellt die Dialogformate „Was Deutschland verbindet“ und „Context Collapse“ vor und zeigt, wie solche Begegnungsräume zu gemeinsamer Meinungsbildung und gesellschaftlichem Zusammenhalt beitragen können.
Family Influencing: Kinderdarstellungen auf Instagram, TikTok und YouTube
Wie werden Babys und Kinder bis zu fünf Jahren auf den Plattformen Instagram, TikTok und YouTube in monetarisierten deutschsprachigen Family-Influencing-Profilen dargestellt? Das hat ein Team um Stephan Dreyer und Claudia Lampert am HBI untersucht. Im BredowCast erläutert Stephan Dreyer die Studienergebnisse und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen.
Was Gespräche mit Andersdenkenden verändern können
Bei dem ARD-Dialogformat „Was Deutschland verbindet“ kommen Menschen aus ganz unterschiedlichen Hintergründen miteinander ins Gespräch. Das HBI erforscht begleitend, wie sich die Diskussionen auf die Einstellungen der Teilnehmenden auswirken. Nun liegen erste Ergebnisse vor.
Können wir noch miteinander reden?
In einem zweitägigen Experiment hat die ARD 84 Menschen eingeladen, vor der Kamera offen miteinander zu diskutieren – über alle Unterschiede in Alter, Herkunft und politischer Einstellung hinweg. Das HBI begleitet die Aktion mit einer mehrteiligen Befragung. Jan-Hinrik Schmidt hat untersucht, wie die Teilnehmenden das Dialogprojekt bewerten und was sie daraus mitnehmen.
Neue Regulierungsansätze für algorithmische Systeme
Hamburg, 03.06.2026. Ein zwischen Medienrecht und Informatik angesiedeltes Projekt macht die Funktionsweisen der Nachrichtenverbreitung auf digitalen Plattformen mit einer innovativen Methode sichtbar und bietet der Medienregulierung damit Anknüpfungsmöglichkeiten für regulatorische Ansätze. Das Projekt wurde von einem Team im HBI und dem Fachbereich Informatik der Universität Hamburg durchgeführt und durch die VolkswagenStiftung gefördert. Projektergebnisse finden sich als Video auf YouTube.
Engagierte*r Volljurist*in (m/w/d)
Wir suchen zum 1. Oktober 2026 eine*n engagierte*n Volljurist*in (m/w/d) zur Beratung und Unterstützung des Institutsvorstands in allen rechtlichen Angelegenheiten, insbesondere in den Bereichen Compliance, Vertragsmanagement und Gremienbetreuung. Unbefristet | Entgeltgruppe 13 TV-L | Teilzeit 75% | Standort Hamburg, hybrides Arbeiten möglich.
Termine
#LeibnizMediaLecture
Neue politische Redeweisen und der Wandel politischer Repräsentation
16. Juni 2026Zu dieser Leibniz Media Lecture begrüßen wir Dr. Julian Müller, Universität Hamburg. Er geht in seinem Vortrag der Frage nach, wie sich politische Repräsentation verändert, wenn Repräsentierte zunehmend die Möglichkeit haben, sich selbst zu präsentieren. Diese Leibniz Media Lecture wird ausgerichtet vom Standort Hamburg des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ).
Zwischen Schutz und Selbstbestimmung: Die Debatte zum Social-Media-Verbot für Jugendliche
17. Juni 2026Im Webtalk der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit erklärt Claudia Lampert, was die Forschung über die Risiken sozialer Medien zeigt – für Jugendliche und Erwachsene. Zudem geht es darum, was die Debatte über unsere gesellschaftlichen Problemdiagnosen und unser Verhältnis zu Plattformen wie Instagram, TikTok oder X verrät.
HH-Mediensymposium
Wo Suche und KI aufeinandertreffen – und Medien verstummen könnten
25. Juni 2026Welche Auswirkungen haben das Aufeinandertreffen von traditioneller Internetsuche und generativer künstlicher Intelligenz auf das Informations-Ökosystem? Diese Frage steht im Zentrum des 16. Hamburger Mediensymposiums, veranstaltet vom HBI sowie der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) und der Handelskammer Hamburg.
#LeibnizMediaLecture
Milieuspezifische Perspektiven auf die Polarisierungsthese
30. Juni 2026Zu dieser Leibniz Media Lecture begrüßen wir Prof. Dr. Olaf Jandura, Hochschule Düsseldorf. Er geht in seinem Vortrag der Frage nach, wie sich ideologische Distanzen zwischen politisch-kommunikativen Milieus entwickelt haben und welche Rolle Mediennutzung dabei spielt. Diese Leibniz Media Lecture wird ausgerichtet vom Standort Hamburg des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ).
Jahrestagung der International Association for Media and Communication Research (IAMCR)
1. Juli 2026Auf der Jahrestagung der International Association for Media and Communication Research (IAMCR) in Galway beteiligen sich Jan Rau, Jan-Ole Harfst und Tobias Mast mit einem Vortrag zum Thema "Platform Badges for Civic Communication: An Interdisciplinary Discussion of a Risk Mitigation Measure Pursuant to Art. 35 DSA".