BRC049 Was Kinder online machen

Bis zu drei Stunden sind Kinder und Jugendliche in Deutschland täglich online. Was sie dort machen, welche Gefahren ihnen begegnen und wie ihre Eltern die ganze Sache sehen, berichten Claudia Lampert und Kira Thiel in BredowCast Episode 49.

Im Rahmen des länderübergreifenden europäischen Forschungsprojekts EU Kids Online wurden im Sommer 2019 über 1.000 Kinder und deren Eltern in Deutschland zu ihrer Online-Nutzung befragt. Im BredowCast berichten die Autorinnen über die wichtigsten Ergebnisse der Repräsentativbefragung.

Die Studie gibt einen Einblick in die Online-Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen – sowohl in die positiven als auch in die negativen. Sie zeigt, wie Kinder ihre Online-Kompetenzen einschätzen und wie sie Gefahren wahrnehmen. In manchen Punkten unterscheiden sich ihre Antworten sehr deutlich von denen ihrer Eltern.

„Für Eltern ist oft die größte Sorge, dass ihre Kinder im Internet von Fremden kontaktiert werden und es in der Folge auch zu einem Kontakt in der realen Welt kommt“, erklärt Claudia Lampert. „Die Kinder verstehen hier oft gar nicht, wo das Problem liegt. Sie nutzen das Netz ja gerade, um Kontakte zu knüpfen, mit Gleichaltrigen bzw. Gleichgesinnten. Sich dann auch im echten Leben zu treffen, erscheint ihnen völlig normal.“

Auf Basis der Ergebnisse formuliert die Studie außerdem Handlungsempfehlungen im Hinblick auf Schutz, Befähigung und Beteiligung von Heranwachsenden im Internet. Grob zusammenfassend formulieren es die Autorinnen Claudia Lampert und Kira Thiel im BredowCast mit dem einfachen Hinweis: „Eltern und Kinder sollten viel und sehr offen über die Online-Nutzung reden.“

Gastgeberin

Letzte Aktualisierung: 28.10.2026

Newsletter

Infos über aktuelle Projekte, Veranstaltungen und Publikationen des Instituts.

Jetzt abonnieren