Reuters Institute Digital News Report

Die jährliche internationale Repräsentativbefragung des Reuters Institute in Oxford untersucht die Nachrichtennutzung zeigt generelle Trends und nationale Besonderheiten der Entwicklungen. Das Leibniz-Institut für Medienforschung erstellt die deutsche Teilstudie hierfür.

Die aktuelle Medienlandschaft wird neben den klassischen Medien durch eine Vielzahl stationärer und mobiler Geräte geprägt, die über das Internet jederzeit und an jedem Ort den Zugang zu nachrichtlichen Informationen ermöglichen. Die dadurch verfügbaren Inhalte und Angebotsformen sind ebenso vielfältig wie deren Anbieter. Seit 2012 untersucht das in Oxford ansässige Reuters Institute for the Study of Journalism im Rahmen des Reuters Institute Digital News Survey, welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf die informationsorientierte Mediennutzung der Bevölkerung haben. Im Vordergrund stehen folgende Fragen: Welche Bedeutung kommt einzelnen Endgeräten, Anbietern und Nachrichtenformen zu? Wie werden Nachrichten gesucht und gefunden? Und wie entwickelt sich die Bereitschaft, für Nachrichten im Internet zu bezahlen?

Aktuelle Ergebnisse

Der internationale sowie der deutsche Bericht für das Jahr 2026 wurden am 16. Juni 2026 veröffentlicht.

Über die Studie

Die Studie 2026 wurde unter Koordination des in Oxford ansässigen Reuters Institute for the Study of Journalism zeitgleich in folgenden Ländern realisiert: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Chile, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Hongkong, Indien, Indonesien, Irland, Italien, Japan, Kanada, Kenia, Kolumbien, Kroatien, Malaysia, Marokko, Mexiko, Niederlande, Nigeria, Norwegen, Österreich, Peru, Philippinen, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Serbien, Singapur, Slowakei, Spanien, Südafrika, Südkorea, Taiwan, Thailand, Tschechien, Türkei, Ungarn und in den USA.

Pro Land wurden 2026 rund 2.000 Personen befragt. Insgesamt basiert die Studie in der 14. Wiederholung auf den Antworten von fast 100.000 Befragten aus 48 Ländern auf sechs Kontinenten.

Thematische Schwerpunkte der Befragungswelle 2026 waren unter anderem Newsfluencer und der Umgang mit Originalquellen bei Nachrichten in sozialen Medien, Suchmaschinen und Antworten einer KI.

Die Feldarbeit in Deutschland wurde zwischen dem 9. und dem 22. Januar 2026 vom Umfrageinstitut YouGov durchgeführt, das auf der Basis von Online-Access-Panels Stichproben zog, die für Internetnutzende der beteiligten Länder ab 18 Jahren repräsentativ sind.

Die Ergebnisse zu Deutschland erscheinen jeweils als Arbeitspapier des HBI.

Ergebnisse aus früheren Jahren

2025

2024

2023

2022

Der internationale sowie der deutsche Bericht 2022 wurden am 15. Juni 2022 in London veröffentlicht.

2021

Der internationale sowie der deutsche Bericht 2021 wurden am 23. Juni 2021 in London veröffentlicht.

2020

Der internationale sowie der deutsche Bericht 2020 wurden am 16. Juni 2020 in London veröffentlicht.

Die Erhebungen in Deutschland wurden zwischen dem 17. und 30. Januar 2020, also vor der COVID19-Pandemie, vom Umfrageinstitut YouGov durchgeführt. Als getrennte Studie wurde ergänzend dazu durch das Reuters Institute for the Study of Journalism eine Befragung zur spezifischen Nachrichtennutzung unter COVID-19-Bedingungen durchgeführt, auf deren Ergebnisse im deutschen Bericht an ausgewählten Stellen verwiesen wird.

2019

Anlässlich der Veröffentlichung einer Spezialauswertung des Reuters Institute entbrannte im September 2019 eine Kontroverse über die vermeintliche Aussage, die politische Mitte schaue „heute“ und „Tagesschau“ gar nicht mehr. Dies wurde vom Magazin ÜBERMEDIEN am 18.09.2019 unter dem Titel „Linke Programme für ein linkes Publikum? Was die Reuters-Studie wirklich zeigt“ aufgeriffen und richtiggestellt.

Ebenfalls im Magazin ÜBERMEDIEN erschien am 26.11.2019 der Artikel „So links ist das Publikum von „Tagesschau“ und „heute“ wirklich“. Er stützt sich auf eine Stellungnahme, die Prof. Dr. Uwe Hasebrink und Dr. Sascha Hölig, die Autoren der deutschen Teilstudie, im Hinblick auf die „Rolle öffentlich-rechtlicher Nachrichten beim Nachrichtenpublikum“ (pdf) am 21.10.2019 verfasst hatten.

2018

Der internationale sowie der deutsche Bericht 2018 wurden am 14. Juni 2018 in London, New York und Berlin veröffentlicht.

2017

2016

2015

2014

2013

Projektdetails

Überblick

Laufzeit Beginn: 2013; Laufzeit Ende: 2024

Forschungsprogramm: FP 1 Transformation öffentlicher Kommunikation

Beteiligte Personen

Ansprechpartner

Sascha Hölig

Dr. Sascha Hölig

Senior Researcher Mediennutzung

Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)
Warburgstraße 30b
20354 Hamburg

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