Aktuelles
Meldungen, Publikationen, Projekte, Blog-Beiträge & Podcasts aus dem Institut
„Wir müssen nicht den Abgesang auf die Demokratie anstimmen“
Wie gefährlich sind Desinformationskampagnen? Der Rechtswissenschaftler Matthias Kettemann hält den oft beschworenen Zusammenhang zwischen Fehlinformationen und „Demokratiegefährdung“ für fragwürdig. Im Gespräch mit Anna Henschel auf dem Portal Wissenschaftskommunikation.de nimmt er Bezug auf Forschungsergebnisse, die er jüngst veröffentlicht hat.
Wenn Filter das Körperbild verzerren
Dank Beauty-Filtern sind junge Menschen auf Social Media mit oft unrealistischen Schönheitsidealen konfrontiert. Dies kann Körperbildstörungen und Essstörungen begünstigen. Sollten also bearbeitete Bilder gekennzeichnet werden? Keine gute Idee, sagt ein Gutachten des HBI im Auftrag der KJM: Die rechtlichen Anforderungen an eine durchsetzbare gesetzliche Regelung sind hoch, die positiven Wirkungen einer Kennzeichnung umstritten. Statt einer rechtlichen Kennzeichnungspflicht könnten etwa die Algorithmen der Plattformen so angepasst werden, dass sie vielfältigere und realistischere Körperdarstellungen fördern.
Kennzeichnung von bearbeiteten (Influencer-)Fotos: Erforderlichkeit, Wirkung, Regelungsansätze
Müssen, sollen, dürfen digital bearbeitete Fotos in sozialen Medien gekennzeichnet werden? Im Auftrag der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) untersuchte das HBI die Notwendigkeit einer gesetzlichen Kennzeichnungspflicht für bearbeitete Fotos und Videos. Das Gutachten wurde am 5. Februar 2025 der Öffentlichkeit vorgestellt und ist hier als Arbeitspapier zum Download verfügbar.
Erinnerungsarbeit deutschsprachiger Gedenkstätten auf TikTok
Wie nutzen KZ-Gedenkstätten die Plattform TikTok für die Erinnerungsarbeit? Liv Ohlsen und Hans-Ulrich Wagner werfen einen Blick auf die sogenannten Historytoks für die Generation Z und zeigen in der dreiteiligen Blogserie, wie KZ-Gedenkstätten auf ihren TikTok-Accounts diese neue Form der digitalen Erinnerungsarbeit aufgreifen.
Einfluss rechtsextremer Accounts auf Elon Musks Sicht auf Europa
Wie groß ist der Einfluss rechtsextremer Accounts auf Elon Musks Wahrnehmung von Europa? Ziemlich groß, hat die französische Zeitung "Le Monde" in einem aktuellen Beitrag herausgearbeitet und dafür Jan Rau als Experten zum Thema "extreme Rechte und Social Media" interviewt.
Kommunikative KI und deliberative Qualität
Welche Auswirkungen haben Social Bots, die Large Language Models (LLMs) verwenden, auf die Qualität die politische Debatte? Das Projekt im Rahmen der DFG-Forschungsgruppe ComAI erforscht kommunikative KI im politischen Diskurs. Als Fallstudien dienen hierbei deutschsprachige Debatten zum Thema Klimawandel auf X, Mastodon und Bluesky.
Verbreitung, Nutzung und Akzeptanz generativer KI-Systeme in der deutschen Bevölkerung
Wer sich beim Wahl-O-Mat nicht selbst entscheiden möchte, kann das die generative KI übernehmen lassen. Oder aber aus Wahlprogrammen der Parteien Bilder generieren, um sich die Unterschiede zu veranschaulichen. Aber wie sieht es in der Bevölkerung aus? Verwenden alle bereits generative KI-Programme? Jein, haben Eva Luise Knor und Dr. Michael Reiss im Forschungsprojekt “Generative Künstliche Intelligenz für die Informationsnavigation” herausgefunden.
Über stete Tropfen und die Summe ihrer Teile
Der Beitrag von Stephan Dreyer und Sünje Andresen beleuchtet die Herausforderungen, die sich durch „Micro Content“ und die plattformübergreifende Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen für den Ordnungsrahmen im Kinder- und Jugendmedienschutz ergeben, und untersucht, ob und in welcher Weise eine Regulierung diesen neuen Realitäten gerecht werden kann.
Spotlight: Community Notes statt Faktencheck
Die erste Ausgabe der neuen Online-Diskussionsreihe "Spotlight" des HIIG widmete sich Mark Zuckerbergs Entscheidung, bei allen Meta-Plattformen (Facebook, Instagram und Threads) die Zusammenarbeit mit externen Faktenchecker*innen in den USA zu beenden und stattdessen auf "Community Notes" zu setzen. Gast war Matthias C. Kettemann, die Moderation übernahm Katharina Mosene.
Termine
Hamburger Horizonte 2026
Online-Sicherheit von Jugendlichen: Wie viel Adultismus darf’s denn sein?
11. November 2026Wie viel Entscheidungsmacht sollten Erwachsene über die digitalen Praktiken junger Menschen haben? Im Rahmen der Hamburger Horizonte lädt das HBI zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Online-Sicherheit von Jugendlichen ein. In zwei Impulsen und einer Fishbowl diskutieren Expert*innen und Interessierte: Wie lassen sich Jugendschutz und Selbstbestimmung online vereinbaren?
HamburgDeepfakes und die Macht der Täuschung
11. November 2026Judith Möller diskutiert an der Bucerius Law School mit Nadine Klass und Linda Kuschel über die gesellschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen durch Deepfakes.
HamburgKinder und KI: Verändert sich die digitale Kindheit?
16. November 2026Welche Chancen und Risiken bringt der zunehmende Einsatz Künstlicher Intelligenz für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen mit sich? Darüber diskutiert Claudia Lampert mit weiteren Expert*innen bei der Podiumsdiskussion "Children and AI: Changing Digital Childhoods?“, zu der das HBI und das Hamburg Institute for Advanced Study (HIAS) einladen.
HamburgForschung trifft Lebenswelt: Wie Forschung junge Menschen in Bildung, Medien und Alltag erreicht
18. November 2026Claudia Lampert diskutiert bei „Bildung4Future“ darüber, wie wissenschaftliche Erkenntnisse junge Menschen über digitale Medien und Bildungsangebote erreichen können.
OnlineAufwachsen im digitalen Zeitalter – was macht das mit unseren Kindern?
21. November 2026Wie beeinflussen digitale Medien das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen? Claudia Lampert spricht darüber beim Kongress für Kinder- und Jugendmedizin in Berlin.
Berlin#Verbieten – Zu jung zum Scrollen?
3. Dezember 2026Claudia Lampert diskutiert bei der Abschlussveranstaltung von #MoinDigitaleVorbilder über Social-Media-Verbote und die digitale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen.
Hamburg