Aktuelles
Meldungen, Publikationen, Projekte, Blog-Beiträge & Podcasts aus dem Institut
Was bedeutet die Nutzung kommunikativer KI im Journalismus?
Im Rahmen eines ethnografischen Forschungsaufenthalts untersucht Wiebke Loosen die Austria Presse Agentur (APA) als eines von drei Medienhäusern in Europa. Im begleitenden Interview mit der APA-Value erläutert sie, was kommunikative KI im journalistischen Kontext bedeutet, welche Fragen ihre Forschung im Projekt "Kommunikative KI (Com AI)" leiten, warum die APA dafür ein besonders aufschlussreiches Forschungsfeld ist – und welche übergreifenden Erkenntnisse sich daraus für Medienorganisationen ableiten lassen.
Nachrichten vermeiden, sich aber trotzdem verbunden fühlen?
Wie hängen unterschiedliche Formen der Nachrichtenvermeidung mit verschiedenen Arten individueller Öffentlichkeitsanbindung (Public Connection) zusammen? Der englischsprachige Artikel von Julia Behre, Lisa Merten und Uwe Hasebrink legt nahe, dass das Vermeiden von Nachrichten nicht zwangsläufig eine Abkehr vom öffentlichen Leben bedeutet.
Argument Mining für die Organisationsforschung
Wie begründen Organisationen Entscheidungen, bauen Legitimität auf und treten durch kommunikative Handlungen mit ihrem Umfeld in Beziehung? Der Artikel stellt das aspektbasierte Argument Mining (ABAM) als methodische Innovation zur Untersuchung dieser Fragen vor. Es kann Argumentationsmuster in großen Textkorpora identifizieren, etwa in der Twitter-Debatte über Kernenergie in Deutschland.
Von Verhaltenskodizes und Standards zu sozio-technischen Ökosystemen
Im Rahmen des Digitalen Binnenmarkts der EU teilen sich staatliche Stellen und private Unternehmen zunehmend die Verantwortung für die Durchsetzung von Regeln. Das macht die Regulierung komplexer, weil viele Akteure miteinander verbunden sind und sich gegenseitig kontrollieren. In seinem Beitrag argumentiert Tobias Mast deshalb für ein erweitertes Verständnis von „Ko-Regulierung“, das dieses Zusammenspiel als Ganzes betrachtet.
Eine Untersuchung der GPT-Darstellung journalistischer Kultur
Die Studie von Wiebke Loosen et al. untersucht, wie große Sprachmodelle (LLMs) wie ChatGPT journalistische Wertesysteme widerspiegeln können. Dazu wurde das GPT-4o-Modell aufgefordert, auf Fragen aus der „Worlds of Journalism Study“ zu antworten, die die Wahrnehmung journalistischer Rollen, Erkenntnistheorien und ethische Grundsätze untersucht.
Leistungen der öffentlich-rechtlichen Medien für den Zusammenhalt in Deutschland
Die Zusammenhaltsstudie 2025 von ARD, ZDF und Deutschlandradio untersuchte die Zufriedenheit mit der Demokratie, das Erleben von Zusammenhalt in der Gesellschaft und die zusammenhaltsbezogenen Leistungen öffentlich-rechtlicher Medien. Jan-Hinrik Schmidt fasst gemeinsam mit Dieter Storll (mindline media GmbH) in der Zeitschrift Media Perspektiven die Kernergebnisse zusammen.
Reuters Institute Digital News Report 2026: Ergebnisse für Deutschland
Seit 2012 untersucht der Reuters Institute Digital News Survey jährlich über Repräsentativbefragungen in mittlerweile 48 Ländern generelle Trends und nationale Besonderheiten der Nachrichtennutzung. Das Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut ist als Kooperationspartner verantwortlich für die deutsche Teilstudie, deren Ergebnisse für 2026 nun heruntergeladen werden können.
Informationsnutzung und -kompetenzen junger Menschen
Sechs Jahre Forschung im Projekt #UseTheNews zeigen: Die Informations- und Meinungsbildung junger Menschen ist komplex, vielfältig und stark vom digitalen Plattformumfeld geprägt. Entsprechend vielfältig sollten Journalismus und Bildung ihre Angebote für junge Menschen gestalten. Der Forschungsüberblick ist online abrufbar.
Schutz, Befähigung und Teilhabe: Handlungsempfehlungen der Expertenkommission
Die unabhängige Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ hat ihre Handlungsempfehlungen an Bundesbildungs- und familienministerin Karin Prien übergeben. In die Arbeit der interdisziplinär besetzten Kommission ist auch die Expertise von Claudia Lampert eingeflossen.
Termine
#LeibnizMediaLunchTalk
Beziehungsstatus kompliziert
28. Oktober 2026Dr. Marina Beermann von Cociety zeigt beim Leibniz Media Lunch Talk, wie Dialogformate zur gesellschaftlichen Konfliktbearbeitung demokratischen Zusammenhalt stärken können.
Hamburg | OnlineWarum KI die Medienkrise nicht lösen wird
29. Oktober 2026Wiebke Loosen diskutiert beim Publix Thursday über die Möglichkeiten und Grenzen von KI im Journalismus.
BerlinFilmgespräch „Die Dopamin-Falle – Der Botenstoff und die Sozialen Medien“
2. November 2026Kira Thiel diskutiert beim SILBERSALZ Science & Media Festival mit Schüler*innen über die Wirkung sozialer Medien und den Umgang mit digitalen Plattformen.
Halle (Saale)Walter-Bauer-Symposium
3. November 2026Hans-Ulrich Wagner spricht beim Walter-Bauer-Symposium an der Hochschule Merseburg über die Hörspielarbeiten des Schriftstellers in den Nachkriegsjahren.
Merseburg22. Jenaer Medienrechtliche Gespräche
5. November 2026Stephan Dreyer spricht bei den Jenaer Medienrechtlichen Gesprächen über den rechtlichen Rahmen für Altersgrenzen bei der Nutzung sozialer Medien.
OnlineHamburger Horizonte 2026
Online-Sicherheit von Jugendlichen: Wie viel Adultismus darf’s denn sein?
11. November 2026Wie viel Entscheidungsmacht sollten Erwachsene über die digitalen Praktiken junger Menschen haben? Im Rahmen der Hamburger Horizonte lädt das HBI zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Online-Sicherheit von Jugendlichen ein. In zwei Impulsen und einer Fishbowl diskutieren Expert*innen und Interessierte: Wie lassen sich Jugendschutz und Selbstbestimmung online vereinbaren?
Hamburg