Ordnungsbildung

Kommunikationsräume entstehen nicht von selbst. Sie werden gestaltet — durch Recht, Technik, soziale Praktiken, wirtschaftliche Interessen und institutionelle Entscheidungen. Die Forschungsgruppe „Ordnungsbildung“ untersucht, wie in solchen Kommunikationsräumen Regeln entstehen, wer an ihrer Gestaltung beteiligt ist und wie Verantwortung, Macht und Legitimität verteilt werden.

Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Kommunikation heute in komplexen Ökosystemen stattfindet. Plattformen setzen Regeln für Inhalte und Verhalten. Staaten schaffen rechtliche Rahmenbedingungen. Nutzerinnen und Nutzer entwickeln eigene Praktiken. Unternehmen entwerfen technische Infrastrukturen. Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Medien wirken kontrollierend, kritisierend und gestaltend mit.

Die Forschungsgruppe fragt, wie aus diesem Zusammenspiel Ordnung entsteht – und wie diese Ordnung an demokratischen Werten, Grundrechten und Gemeinwohlinteressen ausgerichtet werden kann.

Dabei werden drei Perspektiven miteinander verbunden.

  • Erstens geht es um Strukturen: Welche rechtlichen, technischen und sozialen Rahmenbedingungen prägen Kommunikationsräume?
  • Zweitens geht es um Prozesse: Wie entstehen Regeln, wie werden sie durchgesetzt und wie verändern sie sich?
  • Drittens geht es um Akteure: Wer entscheidet, wer ist betroffen, wer trägt Verantwortung und wer verfügt über Macht?

Diese Fragen werden auf nationaler, europäischer und globaler Ebene untersucht. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf der europäischen Plattformregulierung, insbesondere dem Digital Services Act und dem Digital Markets Act.

Foto von Sasun Bughdaryan/Unsplash

Übersicht

Leiter*innen

Letzte Aktualisierung: 24.09.2026

Beiträge, Meldungen, Projekte, Publikationen, Episoden

zwei junge Personen beugen sich über ein gezeichnetes Kreisdiagramm
Bis zum 30. November bewerben

IT-Admin / Programmierer*in

Am HBI ist ab sofort folgende Stelle zu besetzen: IT-Admin, Programmierer*in (m/w/d) I EG 11 TV-L | 100% Vollzeit. Die Wochenarbeitszeit beträgt 39 Stunden. Die Stelle ist aufgrund einer Langzeitkrankheitsvertretung zunächst auf 2 Jahre befristet. Der Tätigkeitsort ist Hamburg. Mobiles Arbeiten ist nach Absprache möglich.

Neue KJug-Ausgabe erschienen

Kinder- und Jugendschutz in einer zunehmend digitalisierten Lebenswelt

In der aktuellen Ausgabe der KJug stellt Claudia Lampert Ergebnisse des Forschungsverbunds EU Kids Online zu den Sichtweisen von Kindern und Jugendlichen auf ein mögliches Social-Media-Verbot vor. Kira Thiel gibt Einblicke in ihre Dissertation, in der sie den Umgang Jugendlicher mit problematischen Online-Erfahrungen sowie deren Bewältigungsstrategien untersucht.

Harry Hermann Spitz
Neue Deutsche Biographie

Harry Hermann Spitz im Portrait

Wer war Harry Hermann Spitz? Die kurze Antwort: Von 1947 bis 1957 war er Musikchef des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR), bzw. des Norddeutschen Rundfunks (NDR). Die längere Antwort gibt Hans-Ulrich Wagner in seinem Beitrag für das Portal der Neuen Deutschen Biographie.

Logo BredowCast
Neue Podcastfolge erschienen!

Research Unit “Communicative AI: The Automation of Social Communication”: Summer Retreat and Summer School

Wie verändert kommunikative künstliche Intelligenz die gesellschaftliche Kommunikation? Die englischsprachige BredowCast-Folge gibt Einblicke in die Forschungsgruppe „Kommunikative KI. Die Automatisierung der gesellschaftlichen Kommunikation“ und den Austausch beim Summer Retreat und der Summer School am HBI.

Open Access erschienen

Netzwerke der Meinungsbildung

Die Studie von Azade Kakavand, Philipp Kessling und Jan-Hinrik Schmidt untersucht Kommunikationsdynamiken im Umfeld der Bundestagswahl 2025. Sie analysiert, wie digitale Medien politische Debatten prägen und betrachtet drei Fälle im Zeitraum von November 2024 bis Oktober 2025: die Wahl neuer Richter*innen für das Bundesverfassungsgericht, die Messerattacke in Aschaffenburg und die Diskussion um das Bürgergeld.

Cover Sachbuch Kein Kinderspiel
Frisch erschienen!

Kein Kinderspiel – Jugendmedienschutz in der digitalen Gesellschaft

In seinem Sachbuch analysiert Stephan Dreyer das komplexe Feld des Jugendmedienschutzes. Mit Blick auf gesetzliche Regulierungen, tatsächliche Nutzung und technische Entwicklungen bietet er Orientierung für alle, die in Praxis, Verwaltung, Politik oder Wissenschaft mit dem Thema befasst sind.

türkises Puzzlespiel mit einem fehlenden Teil
Kolleg*in gesucht

Personalsachbearbeiter*in (m/w/d)

Zum 01.12.2026 ist bei uns eine Stelle als Personalsachbearbeiter*in (m/w/d) zu besetzen. Die Stelle ist im Rahmen einer Elternzeitvertretung befristet bis 31.12.2028. Es handelt sich um eine Vollzeitstelle mit einer Wochenarbeitszeit von 39 Stunden, teilzeitgeeignet mit mind. 50 %. Wir freuen uns auf Bewerbungen.

Call for Papers für M&K-Themenheft

Communicative AI as Methodological Toolbox and Research Companion

Die Redaktion von M&K ruft auf zur Einreichung von Beiträgen für eine englisch-sprachige Sonderausgabe von M&K zu "Communicative AI as Methodological Toolbox and Research Companion". Als Gastherausgeber*innen fungieren Stephanie Geise, Marko Bachl, Merja Mahrt und Annie Waldherr.

Hans-Ulrich Wagner
Beitrag in der WDR-Sendung „Aktuelle Stunde“

80 Jahre Radiosendung „Echo des Tages“

Wie sollte sich Hörfunk-Journalismus nach dem Nationalsozialismus anhören? Welche Voraussetzungen mussten Journalist mitbringen, um den Neuanfang mitzugestalten? Darüber spricht der Medienhistoriker Hans-Ulrich Wagner in der WDR-Sendung „Aktuelle Stunde“ anlässlich des 80. Jubiläums der Radiosendung „Echo des Tages“.

Podcast Bild: Portrait Hans-Ulrich Wagner
Podcast „historycast“

Thomas Manns BBC-Reden aus dem Exil und der Rundfunk der Nachkriegszeit

Im historycast spricht Moderator Heiner Wember mit dem Medienhistoriker Hans-Ulrich Wagner zum einen über die Wirkung von Thomas Manns Reden „Deutsche Hörer“, die damals über den Auslandsdienst der BBC ausgestrahlt wurden, und zum anderen über die Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die demokratische Entwicklung in Deutschland bis heute.

Verkabelte und vernetzte Systeme in einem Rechenzentrum.
Beitrag im Leibniz-Magazin

Wie kann die KI-Entwicklung sicherer werden – und gerechter?

Matthias C. Kettemann erläutert in seinem Artikel, es sei gut, dass Dario Amodei, Sam Altman und Elon Musk langsamer werden wollen. Aber: „Wichtig ist, dass sie die Zeit, die sie gewinnen wollen, mit denen teilen, die sie am dringendsten brauchen, um jene Kapazitäten und Kompetenz zu erwerben, die eine private wie staatliche KI-Nutzung zum Wohle aller ermöglicht.“

Gruppenbild Besuch Delegation am HBI mit Jan-Hinrik Schmidt
Zu Gast am HBI

Internationaler Austausch: Besuch aus acht afrikanischen Ländern

Im Rahmen einer vom Goethe-Institut organisierten Informationsreise haben sich afrikanische Medienschaffende am HBI mit Jan-Hinrik Schmidt über das deutsche Mediensystem und aktuelle Entwicklungen in der Mediennutzung ausgetauscht.

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