EU Kids Online

Wie nutzen Kinder und Jugendliche in verschiedenen Ländern Europas das Internet, welchen Risiken begegnen sie und wie gehen sie mit ihnen um? Der internationale Forschungsverbund EU Kids Online befasst sich mit diesen Fragen.

Der internationale Forschungsverbund EU Kids Online untersucht seit 2006 die Internetnutzung von Kindern in Europa. Die quantitativen und qualitativen Studien bieten eine wichtige Basis für medienpädagogische, rechtliche und politische Handlungsempfehlungen. Zugleich lassen sich im längsschnittlichen Vergleich wichtige Entwicklungen nachzeichnen sowie Forschungslücken und Handlungsbedarfe identifizieren.

EU Kids Online ist ein dynamischer Forschungsverbund, dem sich über die Jahre viele neue Länder angeschlossen haben. Inzwischen sind über 30 Länder an dem Netzwerk beteiligt. Das HBI war von Anfang an in den Forschungsverbund eingebunden und hat von 2014 bis 2022 die Koordination übernommen. Seit 2022 werden die Aktivitäten des Forschungsverbundes von Prof. Elisabeth Staksrud (University of Oslo) koordiniert. Das HBI bleibt mit Claudia Lampert in der Managementgruppe vertreten.

2025 wurde eine Befragungsrunde durchgeführt, die anknüpft an die vorherige Repräsentativerhebung. Der Fragebogen wurde mit Blick auf aktuelle Angebotsentwicklungen und Themen (u. a. die Nutzung von KI-Anwendungen) angepasst. Flankiert wird die Repräsentativerhebung von mehreren (vergleichenden) qualitativen Studien, die sich mit dem Thema KI, dem demokratischen Engagement und den Rechten von Kindern sowie der Online-Nutzung von Kindern mit Behinderung befassen.

Berichte

Staksrud, E., Mascheroni, G., Milosevic, T., Ní Bhroin, N., Ólafsson, K., Şengül-İnal, G., & Stoilova, M. (2026). European Children’s Use and Understanding of Generative AI. EU Kids Online 2026. https://doi.org/10.21953/researchonline.lse.ac.uk.00137132

Thiel, K., Lampert, C., & Memis, E. (2026). Generative KI aus Sicht von Jugendlichen. Eine qualitative Studie im Rahmen des Projekts „EU Kids Online“. Hamburg: Verlag Hans-Bredow-Institut, Februar 2026. https://doi.org/10.21241/ssoar.108066

Hasebrink, U.; Lampert, C.; Thiel, K. (2020): Digitale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen. Ergebnisse der EU Kids Online-Befragung in Deutschland 2019. Hamburg: Verlag Hans-Bredow-Institut. Studie zum Download (pdf)

Smahel, D.; Machackova, H.; Masceroni, G. et al. (2020): EU Kids Online 2020. Survey Results from 19 Countries. Bericht zum Download (pdf)

Hasebrink, U.; Lampert, C.; Thiel, K. (2019): Online-Erfahrungen von 9- bis 17-Jährigen. Ergebnisse der EU Kids Online-Befragung in Deutschland 2019. 2. überarb. Auflage. Hamburg: Verlag Hans-Bredow-Institut. Bericht zum Download (pdf)

Staksrud, E., Livingstone, S., Ólafsson, K. (2026). Use, Views and Worries on Age Bans on Social Media: Responses from 29,169 children in 19 European countries. EU Kids Online V. University of Oslo. https://doi.org/10.21953/researchonline.lse.ac.uk.00138705

Projektdetails

Überblick

Laufzeit Beginn: 2016; Laufzeit Ende: 2026

Forschungsprogramm: FP 3 Wissen für die Mediengesellschaft

Beteiligte Personen

Kooperationspartner

Kompetenzbereich:

Kompetenzbereich Aufwachsen in digitalen Medienumgebungen

Ansprechpartner

Claudia Lampert

Dr. Claudia Lampert

Senior Researcher Mediensozialisation & Gesundheitskommunikation

Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)
Warburgstraße 30b
20354 Hamburg

Ähnliche Projekte & Publikationen

Cover Bericht Herausforderungen und Chancen: Der deutsche ÖRR in Zeiten von Plattformen und KI
Publikation Open Access erschienen!

Der deutsche ÖRR in Zeiten von Plattformen und KI

In ihrem Publikationsprojekt für die Friedrich-Ebert-Stiftung beschreibt Magdalena Stratmann, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) in Deutschland mit der Herausforderung umgeht, seinen gesetzlichen Auftrag unter stark veränderten Bedingungen des digitalen Informationsökosystems zu erfüllen.

Historische Aufnahme des HR-Funkhauses am Dornbusch aus den 50ern
Projekt Medienhistorisches Projekt

Die Geschichte des Hessischen Rundfunks in der Nachkriegszeit

Im Vorfeld des 80. Gründungsjubiläums des Hessischen Rundfunks (hr) arbeitet Hans-Ulrich Wagner die Entstehung des hr wissenschaftlich auf. Der Fokus richtet sich dabei speziell auf unternehmensgeschichtliche, personal- und programmpolitische Entscheidungen im Kontext der Nachkriegszeit.

Cover Organizational Research Methods Journal
Publikation Open Access erschienen!

Argument Mining für die Organisationsforschung

Wie begründen Organisationen Entscheidungen, bauen Legitimität auf und treten durch kommunikative Handlungen mit ihrem Umfeld in Beziehung? Der Artikel stellt das aspektbasierte Argument Mining (ABAM) als methodische Innovation zur Untersuchung dieser Fragen vor. Es kann Argumentationsmuster in großen Textkorpora identifizieren, etwa in der Twitter-Debatte über Kernenergie in Deutschland.

Cover der Zeitschrift für Geistiges Eigentum
Publikation Open Access erschienen!

Von Verhaltenskodizes und Standards zu sozio-technischen Ökosystemen

Im Rahmen des Digitalen Binnenmarkts der EU teilen sich staatliche Stellen und private Unternehmen zunehmend die Verantwortung für die Durchsetzung von Regeln. Das macht die Regulierung komplexer, weil viele Akteure miteinander verbunden sind und sich gegenseitig kontrollieren. In seinem Beitrag argumentiert Tobias Mast deshalb für ein erweitertes Verständnis von „Ko-Regulierung“, das dieses Zusammenspiel als Ganzes betrachtet.

Cover der Studie "Gesellschaftlicher Zusammenhalt" der Aktion Mensch
Publikation Open Access erschienen!

Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Teilhabeerfahrungen und Teilhabeerwartungen von Menschen mit Beeinträchtigung

Im Auftrag der Aktion Mensch haben Jan-Hinrik Schmidt und Milena Braun untersucht, wie Menschen mit Beeinträchtigung den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland bewerten. Die Studie ermöglicht den Vergleich mit der Gesamtbevölkerung und zeigt unter anderem, dass Menschen mit Beeinträchtigung weniger Zusammenhalt erleben, obwohl sie sich häufiger im politischen und ehrenamtlichen Bereich engagieren.

Cover des Arbeitspapiers
Publikation Zum Download

Reuters Institute Digital News Report 2026: Ergebnisse für Deutschland

Seit 2012 untersucht der Reuters Institute Digital News Survey jährlich über Repräsentativbefragungen in mittlerweile 48 Ländern generelle Trends und nationale Besonderheiten der Nachrichtennutzung. Das Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut ist als Kooperationspartner verantwortlich für die deutsche Teilstudie, deren Ergebnisse für 2026 nun heruntergeladen werden können.

Publikation Frisch erschienen!

Eine Untersuchung der GPT-Darstellung journalistischer Kultur

Die Studie von Wiebke Loosen et al. untersucht, wie große Sprachmodelle (LLMs) wie ChatGPT journalistische Wertesysteme widerspiegeln können. Dazu wurde das GPT-4o-Modell aufgefordert, auf Fragen aus der „Worlds of Journalism Study“ zu antworten, die die Wahrnehmung journalistischer Rollen, Erkenntnistheorien und ethische Grundsätze untersucht.

Publikation Beitrag in Media Perspektiven

Leistungen der öffentlich-rechtlichen Medien für den Zusammenhalt in Deutschland

Die Zusammenhaltsstudie 2025 von ARD, ZDF und Deutschlandradio untersuchte die Zufriedenheit mit der Demokratie, das Erleben von Zusammenhalt in der Gesellschaft und die zusammenhaltsbezogenen Leistungen öffentlich-rechtlicher Medien. Jan-Hinrik Schmidt fasst gemeinsam mit Dieter Storll (mindline media GmbH) in der Zeitschrift Media Perspektiven die Kernergebnisse zusammen.

Publikation Frisch erschienen!

Visualisierung regulatorischer Ökosysteme am Beispiel des AI-Acts

Der Beitrag von Magdalena Stratmann, Tobias Mast et al. stellt mit dem Architectural Ecosystem Modeling eine visuelle Methode vor, um die institutionellen Strukturen des AI Act sichtbar zu machen, Verantwortlichkeiten und Abhängigkeiten zu analysieren und so Lücken, Doppelungen sowie Koordinationspotenziale im Regulierungsgefüge zu erkennen.

eine Frau hinter einem Tisch mit ablehnender Haltung gegenüber Zeitungen auf dem Tisch.
Projekt Neues Projekt!

Praktiken der Nachrichtenvermeidung und ihre Implikationen für die Öffentlichkeitsanbindung

Welche Auswirkungen hat Nachrichtenvermeidung auf die Zugehörigkeit zu verschiedenen Öffentlichkeiten und auf politische Partizipation? Und inwiefern tragen diese Dynamiken zur Fragmentierung von Öffentlichkeiten bei? Die HBI-Studie untersucht die Auswirkungen verschiedener Praktiken der Nachrichtenvermeidung auf die individuelle Öffentlichkeitsanbindung.

1 2 3 26

Seite 1 von 26

Newsletter

Infos über aktuelle Projekte, Veranstaltungen und Publikationen des Instituts.

Jetzt abonnieren