Prof. Dr. Wolfgang Schulz

Wissenschaftlicher Direktor (Vorstandsvorsitzender)

Prof. Dr. Wolfgang Schulz ist Direktor des Leibniz-Instituts für Medienforschung │ Hans-Bredow-Institut (HBI) und hat die Universitätsprofessur „Medienrecht und Öffentliches Recht einschließlich ihrer theoretischen Grundlagen“ an der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg inne. Im Februar 2012 wurde er zudem als Direktor des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft in Berlin berufen.

Wolfgang Schulz forscht zu Fragen des Kommunikationsverfassungsrechts, des Medienrechts und der Internet Governance (Schwerpunkt Intermediäre), zu rechtlichen Problemen algorithmischen Entscheidens und der Ethik der Digitalisierung. Er arbeitet häufig an der Schnittstelle von Rechtswissenschaft zu anderen Disziplinen wie der Kommunikationswissenschaft und der Informatik und mit einem Fokus auf die Dimension des Wissens. Der funktionale Vergleich unterschiedlicher nationaler Ansätze wird von ihm zur Problemlösung fruchtbar gemacht. Eine wesentliche Rolle spielt bei seiner Arbeit der Transfer in die Politik auf allen Ebenen (Land, Bund, EU, Europarat, UNESCO).

Er war Mitglied der Enquetekommission des Deutschen Bundestages „Internet und Digitale Gesellschaft“ (2010 bis 2013), Vorsitzender des Committee of Experts on Internet Intermediaries (MSI-NET) des Europarates (2016-2017) und hat den Vorsitz des Fachausschusses „Kommunikation und Information“ der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) inne und ist damit auch Vorstandsmitglied der DUK. Zudem koordiniert er die Content Contact Group des Internet & Jurisdiction Policy Networks (INJ). Wolfgang Schulz wirkt im Excecutive Committee des Global Networks of Internet and Society Research Centers (NoC) mit. Zudem leitet er den Verwaltungsrat des Hamburger Bürger- und Ausbildungskanals TIDE und ist Kuratoriumsmitglied der Initiative #UseTheNews.

Werdegang

Wolfgang Schulz studierte in Hamburg Rechtswissenschaft und Journalistik. Er lehrt seit 1997 im Schwerpunktbereich Information und Kommunikation des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Universität Hamburg; seit Januar 2000 ist er auch Mitglied des Landesjustizprüfungsamtes. Im Juli 2009 Habilitation durch die Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg, Erteilung der Venia Legendi für Öffentliches Recht, Medienrecht und Rechtsphilosophie. Seit November 2011 hat Wolfgang Schulz die Universitätsprofessur an der Universität Hamburg inne. Es handelt sich um eine gemeinsame Besetzung durch die Universität Hamburg und das Hans-Bredow-Institut. Der Schwerpunkt dieser Professur liegt auf der Forschung am Hans-Bredow-Institut. Dort fungierte er zunächst als stellvertretender Geschäftsführer sowie als Leiter des Bereichs Medien- und Telekommunikationsrecht des Hans-Bredow-Instituts, seit Juli 2001 ist er Mitglied im Direktorium.

Kontakt

Prof. Dr. Wolfgang Schulz

Wissenschaftlicher Direktor (Vorstandsvorsitzender)

Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)
Warburgstraße 30b
20354 Hamburg

Letzte Aktualisierung: 11.11.2025

Arbeiten von Prof. Dr. Wolfgang Schulz

Publikation merz-Ausgabe und Podcast erschienen!

Impulse zur Debatte über Medienverbote

Claudia Lampert hat zusammen mit Klaus Lutz (Medienzentrum Parabol) das aktuelle Heft der medienpädagogischen Fachzeitschrift „merz“ (2/2026) redaktionell gestaltet. Das Heft trägt den Titel „Alles unter Kontrolle? Impulse zur Debatte über Medienverbote“. Auch Stephan Dreyer ist mit einem Beitrag vertreten.

Episode Neue Podcastfolge erschienen!

Wie eignet sich der Journalismus KI an?

Was passiert, wenn künstliche Intelligenz (KI) Teil gesellschaftlicher Kommunikation wird? Das untersucht die Forschungsgruppe „Kommunikative KI“ in zehn Teilprojekten. Eines untersucht unter dem Titel „Journalismus: Die Automatisierung der Nachrichten und journalistische Autonomie“, wie sich Journalismus KI aneignet – und umgekehrt. Im BredowCast sprechen Wiebke Loosen, Antonia Eichenauer und Jonah Wermter über die Erkenntnisse nach dem ersten Forschungsjahr.

Publikation Zum Download

Jahresbericht 2023-2025

Evaluation, Wachstum, 75. Geburtstag und ein neues Gebäude: 2023 bis 2025 waren anspruchsvolle und zugleich gedeihliche Jahre. Die Forschungsleistung war beachtlich, der gesellschaftliche Impact beträchtlich. Einen kleinen Einblick in unsere Tätigkeiten bietet dieser Jahresbericht.

Publikation Open Access!

Einflussfaktoren auf das Überprüfungsverhalten bei generativer Suche

Generative KI wird zunehmend in Suchmaschinen integriert, steht jedoch wegen plausibel klingender, aber teils ungenauer Inhalte in der Kritik. Über die Faktoren, die Nutzende zur Überprüfung solcher Antworten bewegen, ist bislang wenig bekannt. Die Studie von Eva-Luise Knor, Michael V. Reiss, Judith Möller und Lisa Merten schließt diese Lücke.  

Publikation Frisch erschienen!

Plattformen, Online-Überwachung und die Europäische Union: Das Gesetz über digitale Dienste (DSA)

In ihrem englischsprachigen Open Access Artikel untersuchen Judith Möller, Ronan Ó Fathaigh, Bengi Zeybek und Rocco Bellanova wie der Digital Services Act (DSA) öffentliche und private Überwachungspraktiken in Bezug auf Inhalte, die auf Online-Plattformen verbreitet werden, erleichtert.

Cover von Heft 2/2026 M&K
Publikation Als Open Access verfügbar

M&K 2/2026 ist erschienen

Die Artikel in Heft 2/2026 M&K befassen sich mit dem Rollenverständnis und Transformationspotenzial peripherer Akteur:innen in der DACH-Region, den Entwicklungen in der Sportberichterstattung deutscher Tageszeitungen 2011–2021 sowie mit Nutzungspraktiken von ChatGPT und anthropomorphisierenden Rollenzuschreibungen. Dies und mehr zum freien Download.

Cover des Arbeitspapiers
Publikation Arbeitspapier zum Download

Babys und Kleinkinder im Family Influencing

Wie häufig und auf welche Weise werden Babys und Kleinkinder (0–5 Jahre) in kommerziell ausgerichteten deutschsprachigen Social-Media-Profilen auf Instagram, TikTok und YouTube dargestellt? Stephan Dreyer, Claudia Lampert, Kira Thiel et al. analysieren diese Frage qualitativ und quantitativ und diskutieren die Ergebnisse kritisch auf Grundlage des geltenden Rechtsrahmens sowie medienethischer Erwägungen.

Publikation Open Access erschienen!

Bewertung von Technologien zur Altersüberprüfung: Wirksamkeit, Nebenwirkungen und Akzeptanz

In dem englischsprachigen Beitrag „Assessing Age Assurance Technologies: Effectiveness, Side-Effects, and Acceptance” analysieren Wouter Lueks, Stephan Dreyer, Hannes Federrath und Judith Simon bestehende Altersprüfverfahren.

Episode Neue Podcastfolge erschienen!

Digital Services Act (DSA): Wie kann eine unabhängige Durchsetzung gewährleistet werden?

Der Digital Services Act (kurz: DSA) steht seit seinem vollständigen Inkrafttreten im Februar 2024 regelmäßig im Zentrum von Debatten. Dabei geht es auch um das Durchsetzungsvermögen der EU-Kommission – zum Beispiel im aktuellen Präzedenzverfahren gegen X. Über den DSA, das Verfahren gegen X und die Rolle der EU-Kommission spricht im BredowCast Jan-Ole Harfst.

Publikation Rezension einer Dissertation

Regierungsamtliche Öffentlichkeitsarbeit in den neuen Medien

Die demokratische Legitimität regierungsamtlicher Öffentlichkeitsarbeit wird seit Jahren in Literatur und Verfassungsgerichtsbarkeit diskutiert. Tobias Mast rezensiert eine jüngst zur Thematik erschienene Dissertation und führt zu den verbreitet zugrunde gelegten empirischen Annahmen die nicht ausgeschöpften Potenziale interdisziplinärer Rechtswissenschaft aus.

Publikation Beitrag für die Friedrich-Ebert-Stiftung

Plattform-Badges für zivile Kommunikation

Digitale Plattformen sind zu zentralen Infrastrukturen politischer Kommunikation und gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse geworden. Jan Raus Beitrag befasst sich mit dem Instrument der Plattform Badges, mit dem Plattformen ihrer Verpflichtung zur Risikominderung nachkommen, indem sie positive Anreize für Nutzende schaffen, bestimmte kommunikative Normen einzuhalten.

Cover des Arbeitspapiers
Publikation Arbeitspapier zum Download

Responsibility in the Platform Quadrangle

Dieses englischsprachige Arbeitspapier von Tobias Mast kommentiert die aktuelle Russmedia-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs und bestimmt Prämissen eines grundrechtsschonenden Verhältnisses der EU-Rechtsakte untereinander.

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