Dr. Gregor Wiedemann

Senior Researcher Computational Social Sciences

Seit September 2020 ist Gregor Wiedemann als Senior Researcher Computational Social Science am Leibniz-Institut für Medienforschung tätig. Zusammen mit Sascha Hölig leitet er das Media Research Methods Lab (MRML). Seine aktuellen Arbeitsschwerpunkte liegen in der Entwicklung von Verfahren und Anwendungen von Natural Language Processing und Text Minin für die empirische Sozial- und Medienforschung.

Gregor Wiedemann studierte Politikwissenschaft und Informatik in Leipzig und Miami, USA. 2016 promovierte er im Fach Informatik in der Abteilung Automatische Sprachverarbeitung (Prof. Gerhard Heyer) der Universität Leipzig zu den Möglichkeiten der Automatisierung von Diskurs- und Inhaltsanalysen mit Hilfe von Text Mining und Verfahren des maschinellen Lernens. Im Anschluss arbeitete er als Postdoc in der Abteilung Language Technology (Prof. Chris Biemann) der Universität Hamburg.

Dabei entstandene Arbeiten beschäftigen sich unter anderem mit Methoden zur unüberwachten Informationsextraktion für die Unterstützung investigativer Recherchen in unbekannten Dokumentbeständen und mit der Erkennung von Hass- und Gegenrede in sozialen Medien.

Bis zur Übernahme der Leitung des MRML bearbeitete er das von ihm eingeworbene, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt „A framework for argument mining and evaluation (FAME)“, das sich mit der automatischen Erkennung und Auswertung wiederkehrender Argumentstrukturen in empirischen Texten beschäftigt.

Kontakt

Dr. Gregor Wiedemann

Senior Researcher Computational Social Sciences

Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)
Warburgstraße 30b
20354 Hamburg

Letzte Aktualisierung: 11.11.2025

Arbeiten von Dr. Gregor Wiedemann

Cover der Studie "Gesellschaftlicher Zusammenhalt" der Aktion Mensch
Publikation Open Access erschienen!

Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Teilhabeerfahrungen und Teilhabeerwartungen von Menschen mit Beeinträchtigung

Im Auftrag der Aktion Mensch haben Jan-Hinrik Schmidt und Milena Braun untersucht, wie Menschen mit Beeinträchtigung den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland bewerten. Die Studie ermöglicht den Vergleich mit der Gesamtbevölkerung und zeigt unter anderem, dass Menschen mit Beeinträchtigung weniger Zusammenhalt erleben, obwohl sie sich häufiger im politischen und ehrenamtlichen Bereich engagieren.

Cover des Arbeitspapiers
Publikation Zum Download

Reuters Institute Digital News Report 2026: Ergebnisse für Deutschland

Seit 2012 untersucht der Reuters Institute Digital News Survey jährlich über Repräsentativbefragungen in mittlerweile 48 Ländern generelle Trends und nationale Besonderheiten der Nachrichtennutzung. Das Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut ist als Kooperationspartner verantwortlich für die deutsche Teilstudie, deren Ergebnisse für 2026 nun heruntergeladen werden können.

Eine Frau im Gespräch bei der ARD-Dialogaktion "Was Deutschland verbindet.
Beitrag Beitrag im Media Research Blog

Trotz unterschiedlicher Meinungen im Gespräch bleiben? Zwei Beispiele aus der Praxis

Ob beim Familienessen oder in der Mittagspause: Unterschiedliche Meinungen gehören zum Alltag. Doch was passiert, wenn Menschen trotz kontroverser Ansichten im Gespräch bleiben? Dieser Beitrag stellt die Dialogformate „Was Deutschland verbindet“ und „Context Collapse“ vor und zeigt, wie solche Begegnungsräume zu gemeinsamer Meinungsbildung und gesellschaftlichem Zusammenhalt beitragen können.

Logo BredowCast
Episode Neue Podcastfolge erschienen!

Family Influencing: Kinderdarstellungen auf Instagram, TikTok und YouTube

Wie werden Babys und Kinder bis zu fünf Jahren auf den Plattformen Instagram, TikTok und YouTube in monetarisierten deutschsprachigen Family-Influencing-Profilen dargestellt? Das hat ein Team um Stephan Dreyer und Claudia Lampert am HBI untersucht. Im BredowCast erläutert Stephan Dreyer die Studienergebnisse und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen.

Personen bei der ARD-Dialogaktion "Was Deutschland verbindet"
Beitrag Blogbeitrag zum Dialogprojekt „Was Deutschland verbindet“

Was Gespräche mit Andersdenkenden verändern können

Bei dem ARD-Dialogformat „Was Deutschland verbindet“ kommen Menschen aus ganz unterschiedlichen Hintergründen miteinander ins Gespräch. Das HBI erforscht begleitend, wie sich die Diskussionen auf die Einstellungen der Teilnehmenden auswirken. Nun liegen erste Ergebnisse vor.

Episode Neue Podcastfolge erschienen!

Dr. med. KI – Künstliche Intelligenz als Arztersatz?

„Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.“ Diesen Warnhinweis für Arzneimittel kennen alle. Müsste er mittlerweile ergänzt werden um „oder fragen Sie Ihren KI-Chatbot?“ Claudia Lampert forscht zu Herausforderungen digitaler Transformation für die Mediensozialisation und Gesundheitskommunikation und ordnet im BredowCast die Chancen, sowie Risiken und Nebenwirkungen von KI-Chatbots ein.

Beitrag Interview im APA-Value-Newsletter

Was bedeutet die Nutzung kommunikativer KI im Journalismus?

Im Rahmen eines ethnografischen Forschungsaufenthalts untersucht Wiebke Loosen die Austria Presse Agentur (APA) als eines von drei Medienhäusern in Europa. Im begleitenden Interview mit der APA-Value erläutert sie, was kommunikative KI im journalistischen Kontext bedeutet, welche Fragen ihre Forschung im Projekt "Kommunikative KI (Com AI)" leiten, warum die APA dafür ein besonders aufschlussreiches Forschungsfeld ist – und welche übergreifenden Erkenntnisse sich daraus für Medienorganisationen ableiten lassen.

Publikation Frisch erschienen!

Eine Untersuchung der GPT-Darstellung journalistischer Kultur

Die Studie von Wiebke Loosen et al. untersucht, wie große Sprachmodelle (LLMs) wie ChatGPT journalistische Wertesysteme widerspiegeln können. Dazu wurde das GPT-4o-Modell aufgefordert, auf Fragen aus der „Worlds of Journalism Study“ zu antworten, die die Wahrnehmung journalistischer Rollen, Erkenntnistheorien und ethische Grundsätze untersucht.

Publikation Beitrag in Media Perspektiven

Leistungen der öffentlich-rechtlichen Medien für den Zusammenhalt in Deutschland

Die Zusammenhaltsstudie 2025 von ARD, ZDF und Deutschlandradio untersuchte die Zufriedenheit mit der Demokratie, das Erleben von Zusammenhalt in der Gesellschaft und die zusammenhaltsbezogenen Leistungen öffentlich-rechtlicher Medien. Jan-Hinrik Schmidt fasst gemeinsam mit Dieter Storll (mindline media GmbH) in der Zeitschrift Media Perspektiven die Kernergebnisse zusammen.

Beitrag Ergebnisse unserer Research Clinic

Woran zweifeln Sie?

Zweifel fungiert als Schnittstelle zwischen Wissen, Vertrauen und Handlung: Er verweist auf strukturelle Probleme in Informations- und Regelsystemen und ist zugleich eine zentrale Ressource für kritische Urteilsbildung in einer komplexen digitalen Öffentlichkeit. Wir haben im Rahmen des Hausbesuchs am HBI eine Research Clinic zum Thema Zweifel durchgeführt. Die Ergebnisse sind in diesem Beitrag zusammengefasst.

Publikation Frisch erschienen!

Visualisierung regulatorischer Ökosysteme am Beispiel des AI-Acts

Der Beitrag von Magdalena Stratmann, Tobias Mast et al. stellt mit dem Architectural Ecosystem Modeling eine visuelle Methode vor, um die institutionellen Strukturen des AI Act sichtbar zu machen, Verantwortlichkeiten und Abhängigkeiten zu analysieren und so Lücken, Doppelungen sowie Koordinationspotenziale im Regulierungsgefüge zu erkennen.

eine Frau hinter einem Tisch mit ablehnender Haltung gegenüber Zeitungen auf dem Tisch.
Projekt Neues Projekt!

Praktiken der Nachrichtenvermeidung und ihre Implikationen für die Öffentlichkeitsanbindung

Welche Auswirkungen hat Nachrichtenvermeidung auf die Zugehörigkeit zu verschiedenen Öffentlichkeiten und auf politische Partizipation? Und inwiefern tragen diese Dynamiken zur Fragmentierung von Öffentlichkeiten bei? Die HBI-Studie untersucht die Auswirkungen verschiedener Praktiken der Nachrichtenvermeidung auf die individuelle Öffentlichkeitsanbindung.

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